Das war's. Die Ära von Kai Wegner (53, CDU) als Regierender Bürgermeister von Berlin endet mit der Wahl im September. Nach wochenlanger Kritik verzichtet er auf die Spitzenkandidatur bei der Abgeordnetenhauswahl. Die rund zehn Wochen bis dahin will Wegner jedoch noch durchziehen. Was das die Hauptstadt kostet?
Wegner kassiert – Pension gibt es nicht
Sein Jahresgehalt wird auf rund 200.000 bis 212.000 Euro geschätzt. Geht man von einem Monatsgehalt von rund 17.000 Euro aus, summieren sich die Monate Juli, August, September und Oktober auf 68.000 Euro.
Allerdings: Da er die Amtszeit von vier Jahren nicht erreicht, gibt es gemäß § 17 Absatz 1 des Berliner Senatorengesetzes (SenG) keinen eigenständigen Anspruch auf ein Ruhegehalt. Bis zum 31. Oktober 2026 wäre er etwa drei Jahre und sechs Monate im Amt gewesen.

Wegner schloss zudem aus, nach der September-Wahl dem Senat in einer anderen Funktion treu zu bleiben: „Wenn man einmal Regierender Bürgermeister war, dann geht man nicht mehr zurück auf ein anderes Amt auf Senatsebene.“ Bis zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen, voraussichtlich im Oktober, bleibt er Bürgermeister – und bezieht weiter seine Bezüge.
Wegner warnt vor Linksbündnis – CDU oder Linke werden künftig das Rote Rathaus führen
Danach ist der Weg frei für einen neuen Regierenden Bürgermeister. Oder für eine Bürgermeisterin. Wegner betont, dass er mit seinem Rückzug auch ein Linksbündnis im Roten Rathaus verhindern möchte. Er wolle nicht, dass „Linksextremisten die Führung in dieser Stadt übernehmen“, so Wegner mit Blick auf die Wahl des Abgeordnetenhauses am 20. September. Er geht davon aus, dass künftig entweder die Linke oder die CDU den Regierenden Bürgermeister stellen wird.
Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp (45), zum Wegner-Rückzug: „Das war überfällig. Er wurde zum Rücktritt gedrängt.“





