Berlin steckt im Wahlkampf – und unsere Politiker zeigen sich scharfzüngig! In etwas mehr als vier Monaten findet die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus statt. Wird der Regierende Bürgermeister vielleicht aufgrund der sinkenden Umfragewerte der CDU nervös? Kai Wegner stichelte jetzt ziemlich unangebracht gegen SPD-Konkurrentin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.
Wegner reduziert Giffey auf Kleid und Küche
Beim Maifest der CDU Rudow ließ Wegner eine freche Bemerkung bezüglich Giffeys regem Instagram-Auftritt fallen. Zur Erklärung: Die Bürgermeisterin postet hier fleißig Videos, zeigt ihren Arbeitsalltag mit Besuchen in Berliner Einrichtungen und Dienstreisen nach England oder Indien.
Politiker auf Social Media sind zwar nach wie vor gewöhnungsbedürftig, aber muss man deshalb gleich unter die Gürtellinie gehen? „Ich finde auch wichtig, welchen Kuchen man am Wochenende backt und was man in Indien anzieht“, sagte Wegner in Anspielung auf das Instagram-Verhalten seiner Stellvertreterin. Ganz schön frech!
Angesprochen auf den Affront sagte Giffey gegenüber dem Tagesspiegel-Checkpoint nur, sie halte es wie Michelle Obama: „When they go low, we go high.“ (Sinngemäß: „Wir lassen uns nicht auf ihr Niveau herab.“)
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach ergänzte am Abend: „Selbst kaum was auf die Reihe kriegen, aber die doppelt so hart arbeitende Senatorin auf Küche und Kleid reduzieren. Ganz kleines Tennis.“ Damit konterte er schlagfertig mit einer schönen Anspielung auf Wegners polarisierendes Tennismatch während Berlins größtem Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs.
CDU kämpft gegen Unbeliebtheit
Was dieses kleine Wortgefecht den Parteien bringen wird – oder eben nicht – wird sich wohl Ende September zeigen. Die CDU liegt nach wie vor vorn, hat derzeit aber mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Tagesspiegels kämen die Christdemokraten nur noch auf 20 Prozent, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre. Zum Vergleich: 2023 lagen sie noch bei über 28 Prozent.


