In wohl keinem Bezirk leiden die Berliner mehr unter Baustellen- und Verkehrschaos als die in Treptow-Köpenick. Allein in unserem Archiv finden sich für die vergangenen zwölf Monate mehr als 80 KURIER-Beiträge zu diesem Thema. Besonders betroffen: die Anwohner rings um den S-Bahnhof Köpenick. Seit knapp drei Jahren gibt es hier nur noch eins – Chaos nach Fahrplan. Jetzt wird es erst mal noch schlimmer.
In Köpenick sollen künftig nicht nur S-Bahnen, sondern auch Regionalexpresszüge halten. Dafür wird alles umgebaut: der Bahnhof, die Brücken, die Straßen. So entstehen etwa ein drittes Gleis für den Fern- und Regionalverkehr, ein Regionalbahnsteig und neue Zugänge zum Bahnhof.
Neue Brücke kommt am 26. Januar
Auch die Bahnbrücken werden erneuert. Und genau das wird ab Montag, dem 26. Januar, zum Problem. Für Bahnkunden, Fußgänger, Rad- und Autofahrer – also für alle. Denn der nächste zentrale Bauabschnitt ist der Einschub der neuen Fernbahnbrücke über die Hämmerlingstraße.
Und das heißt: In der Hämmerlingstraße geht dann für sechs Wochen nichts mehr. Sie wird unterhalb der Bahnstrecke für alle Verkehrsteilnehmer vollständig gesperrt – und oben fahren auch keine Fern- und Regiozüge mehr.
Auch Union-Fans sind betroffen
Die Sperrung läuft von Montag, 26. Januar 2026, ca. 5 Uhr, bis Freitag, 6. März 2026, 11 Uhr. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Damit entfällt ein Schleichweg zur Umfahrung der im Berufsklassiker ohnehin schon komplett zugestauten Bahnhofsstraße.
Zudem wird der Fern- und Regionalverkehr zwischen Ostbahnhof und Erkner unterbrochen. Hier beginnt die Sperrung erst am Freitag, den 30. Januar (21 Uhr) und dauert bis zum Freitag, den 27. Februar 2026 (22 Uhr).

Betroffen sind auch die Fans des 1. FC Union – einer der Hauptwege ins Stadion An der Alten Försterei führt unter der Brücke an der Hämmerlingstraße vorbei. Gleich mehrere Heimspiele sind für diesen Zeitraum angesetzt: am 6. Februar das Spiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) und am 21. Februar das gegen Bayer Leverkusen (15.30 Uhr).
An diesem Wochenende kommt es übrigens im Kiez zu weiteren Verkehrsproblemen, diesmal aber durch Demonstrationen.




