Am Mittwoch wurde ein lebloser Säugling in einem Wohngebiet im Bezirk Steglitz-Zehendorf in Lichterfelde Süd gefunden. Auf Anfrage des KURIERS bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft, dass es sich bei der Mutter des Kindes um eine Jugendliche handelt. Sie wird polizeilich betreut und befindet sich in einem Krankenhaus.
Totes Baby zwischen Wohnblöcken
Zeugen entdeckten gegen 9.37 Uhr auf einer Grünfläche an der Réaumurstraße einen leblosen Säugling und alarmierten die Rettungskräfte. Polizei und Feuerwehr rückten an, doch für das Baby kam jede Hilfe zu spät. Es wurde noch am Fundort für tot erklärt.

Nach dem Fund liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Das Gelände wurde abgesperrt, Beamte der Mordkommission waren nach Bild-Informationen bis in die Abendstunden im Umfeld unterwegs und gingen Hinweisen aus der Nachbarschaft nach. Die Ermittler gingen offenbar früh davon aus, dass die mutmaßliche Mutter in einer psychischen Ausnahmesituation gehandelt haben könnte. Laut Bild-Zeitung konzentrierte sich die Suche insbesondere auf hochschwangere Frauen im Umfeld.
Die Mutter ist eine Jugendliche
Die intensiven Ermittlungen führten schließlich zu einer Jugendlichen. Wie der Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft Alan Bauer dem KURIER sagte, handelt es sich bei der Betroffenen um eine Minderjährige. Zur weiteren Entwicklung sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Sie wurde gestern in polizeiliche Maßnahmen genommen und dann in die Obhut eines Krankenhauses gegeben.“ Weitere Details will die Staatsanwaltschaft vorerst nicht nennen.

Mit Blick auf das junge Alter der Betroffenen kündigte Bauer Zurückhaltung bei weiteren Informationen an. „Sie können erwarten, dass zu diesem Sachverhalt wenig bekannt gegeben wird, weil aus Gründen des jugendlichen Alters der Person besonders auf den Persönlichkeitsschutz zu achten ist“, sagte er dem KURIER.
Der Pressesprecher sprach zudem von den persönlichen Umständen der Jugendlichen. „Das ist eine absolut menschliche Tragödie“, so Bauer. Zu den Hintergründen erklärte er weiter: „Ich würde die Mutter als äußerst vulnerable Person bezeichnen, die ein hartes Schicksal hinter sich hat.“


