Nach dem Fund eines toten Babys in einer Restmülltonne im Landkreis Harburg sind die Ermittlungen jetzt eingestellt worden. Wie die Polizei am Donnerstagabend mitteilte, habe die Untersuchung des Fötus „keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden oder strafbare Handlungen“ ergeben.
Polizei ermittelt die Mutter des Babys
Zuvor hatten die Beamten vermeldet, die Mutter des Babys ermittelt zu haben. Die 24-Jährige stammt nach Angaben der Polizei aus Reinbek in Schleswig-Holstein und sei am Mittwochabend „aufgrund ihrer körperlichen Verfassung“ in ein Krankenhaus gebracht worden.
Toter Säugling in einer Mülltonne gefunden
„Die junge Frau ist derzeit nicht vernehmungsfähig“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Deshalb habe sie noch nicht zu den Hintergründen befragt werden können. Die 24-Jährige sei am Vorabend eigenständig in der Nähe des Fundortes erschienen und habe sich den Polizeikräften zu erkennen gegeben, ergänzte der Sprecher.
Der tote Säugling war am frühen Mittwochabend in einer Mülltonne an einem Wohnhaus in Vahrendorf in der Gemeinde Rosengarten gefunden worden. Eine Hausbewohnerin habe die Tonne neben dem Haus geöffnet und dabei das tote Kind entdeckt, so der Polizeisprecher. Gegen 19.30 Uhr habe sie den Notruf gewählt.
Alter des toten Kindes steht noch nicht fest
In ihren bisherigen Mitteilungen spricht die Polizei nicht durchgängig von einem toten Baby, auch von einem Fötus ist an mehreren Stellen die Rede. Der Begriff bezeichnet ein ungeborenes Kind, bei dem im Unterschied zum Embryo bereits alle inneren Organe angelegt sind.
Das genaue Alter des toten Kindes könne die Polizei derzeit noch nicht mitteilen, unklar sei den Beamten zufolge bislang auch, ob es bereits lebensfähig gewesen wäre. Die Gemeinde Rosengarten liegt südlich der Stadtgrenze von Hamburg und hat rund 14.000 Einwohner.


