Seit Mittwoch fehlt von der 16-jährigen Rebeca Mihai aus Berlin-Pankow jede Spur. Die Berliner Polizei hat eine öffentliche Fahndung gestartet und hofft dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Rebeca trägt meist Zöpfe
Nach Angaben der Ermittler verließ die Jugendliche am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, gegen 12 Uhr die Gemeinschaftsunterkunft an der Storkower Straße in Pankow. Von dort soll sie in Richtung Frankfurter Allee gegangen sein. Danach verliert sich ihre Spur.
Rebeca Mihai ist nach Polizeiangaben zwischen 1,65 und 1,70 Meter groß, hat lange schwarze Haare, die sie meist zu einem Zopf trägt, und besitzt kein Mobiltelefon. Als sie zuletzt gesehen wurde, trug sie einen bunten Rock und ein weißes T-Shirt.

Pro Jahr bis 6000 Vermisstenfälle in Berlin
Die Polizei fahndet inzwischen öffentlich mit einem Foto nach der Jugendlichen und fragt: „Wer hat Rebeca Mihai seit dem 24. Juni 2026 gesehen? Wer kann Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben?“
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 1 (Nord) in der Pankstraße 29 in Berlin-Gesundbrunnen unter der Telefonnummer (030) 4664-171100 oder per E-Mail an dir1k1dd@polizei.berlin.de entgegen. Auch jede andere Polizeidienststelle sowie die Internetwache der Berliner Polizei nehmen Hinweise entgegen. In akuten Fällen sollte sofort der Polizeinotruf 110 gewählt werden.
Der Fall ist der aktuellste Vermisstenfall in Berlin. Jedes Jahr werden in der Hauptstadt rund 5000 bis 6000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Die meisten reißen aus eigenem Antrieb aus und tauchen nach wenigen Stunden oder Tagen wohlbehalten wieder auf. Nur etwa drei Prozent werden zu Langzeitfällen.

Der bekannteste und rätselhafteste Fall in Berlin ist das Verschwinden von Rebecca Reusch. Seit sieben Jahren fehlt von der damals 15-Jährigen jede Spur. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass sie getötet wurde.
Erst im vergangenen Oktober suchten Polizei und Staatsanwaltschaft erneut nach möglichen Spuren. Mit Leichenspürhunden, Drohnen, Bodenradar und einem Bagger wurden Grundstücke in Tauche und Herzberg in Brandenburg durchsucht. Die Ermittler vermuteten, dass Rebeccas Leiche und persönliche Gegenstände zumindest vorübergehend auf das Grundstück der Großeltern ihres Schwagers gebracht worden sein könnten. Der Schwager gilt weiterhin als Hauptverdächtiger. Die aufwendigen Suchmaßnahmen blieben jedoch ohne Ergebnis.
