Viele Berliner werden jetzt erleichtert aufatmen. Nach der Silvester-Brandstiftung am Bahnhof Wedding ist ein Ende in Sicht: Bald sollen hier wieder S-Bahnen halten. Der Ersatzverkehr entfällt.
S-Bahnen halten bald endlich wieder in Wedding
Gute Nachricht für den Nordwesten Berlins: „Der Halt am S-Bahnhof Wedding ist für Züge der Ringbahn voraussichtlich ab Anfang Februar wieder möglich“, vermeldet die Deutsche Bahn. „Die DB InfraGO will bis dahin provisorische Technik- und Beleuchtungsanlagen einbauen.“

Außerdem sollen beschädigte Bauteile gesichert werden. Die Reinigung verunreinigter Flächen soll dann abgeschlossen sein. „Der vorgesehene Zeitplan ist allerdings auch abhängig von der Witterung“, lenkt die Deutsche Bahn ein, mit Verweis auf die Sicherheit ihrer Mitarbeiter.
Der Spuk ist noch nicht vorbei!
Doch damit ist das Thema noch nicht erledigt: „In einem weiteren Schritt ist die Grundsanierung der beschädigten Anlagen vorgesehen. Dazu gehört unter anderem der Abriss des ausgebrannten Aufsichtsgebäudes.“
Diese Arbeiten sind mit erheblichem Aufwand verbunden und werden voraussichtlich bis in das Frühjahr hinein andauern. „Im Zuge der Sanierung kann es zu zeitlich befristeten Einschränkungen des S-Bahn-Betriebs kommen.“
Der Ersatzverkehr wird eingestellt
Zwischen den Bahnhöfen Gesundbrunnen und Wedding hatte die S-Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der aber laut DB nur „gering ausgelastet“ war. „Um den unnötigen Ausstoß von Treibhausgasen und zusätzliches Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu vermeiden, wird die S-Bahn diesen Ersatzverkehr in Absprache mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und der BVG zu Donnerstag, 15. Januar, einstellen.“

Wie Fahrgäste auch ohne Ersatzverkehr vom Fleck kommen? „Reisende zum Bahnhof Wedding können die nahezu parallel verkehrenden Buslinien der BVG (Bus 247, M27) sowie mit Umstieg die U-Bahn-Linien U6, U8 und U9 nutzen“, informiert die Bahn.
Heftig! 300.000 Euro Schaden am Bahnhof Wedding
In der Neujahrsnacht war der Bahnsteig des S-Bahnhofs durch mutmaßliche Brandstiftung stark beschädigt worden. Das Bahnsteigdach, das ehemalige Aufsichtsgebäude, Beleuchtungs-, Beschallungs- sowie weitere elektrische und telekommunikative Anlagen wurden zum Teil zerstört. „Die Schäden sind immens, die Kosten mit kalkulierten 300.000 Euro sehr hoch“, vermeldet die Deutsche Bahn.



