Sicher fühlt sich die Hauptstadt nachts längst nicht mehr für alle an. Laut einer aktuellen Umfrage fühlt sich fast jeder zweite Berliner im Dunkeln unsicher. Besonders Frauen haben Angst, wenn sie abends oder nachts unterwegs sind. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Tagesspiegel.
Frauen fühlen sich in Berlin unsicherer als Männer
Die Zahlen sind besonders nachts deutlich. 27 Prozent der Berlinerinnen und Berliner fühlen sich der Umfrage zufolge nachts „sehr unsicher“. 22 Prozent gaben an, dass sie sich „eher unsicher“ fühlen. Allerdings: das ist laut Umfrage ähnlich hoch wie in anderen deutschen Bundesländern. Anders ist es am Tage. Mehr als die Hälfte (60 Prozent) fühlen sich demnach im Hellen sicher.
Einen großen Unterschied gibt es dabei übrigens zwischen Männern und Frauen. Während sich 40 Prozent der Männer nachts unsicher fühlen, sind es bei Frauen rund 60 Prozent.
Mehr Sicherheit in Bus, Bahn und dem eigenen Kiez
Und so sehr auch auf die BVG geschimpft wird – tatsächlich steigt das Sicherheitsempfinden der Berliner nach eigener Aussage, sobald sie im öffentlichen Nahverkehr sind: 42 Prozent gaben an, dass sie sich in Bussen und Bahnen „eher“ und „sehr sicher“ fühlen. Allerdings fühlen sich auch hier Frauen unsicherer als Männer.

Dass Berliner lieber in ihrem eigenen Kiez bleiben, ist bekannt, jetzt gibt es dazu auch (mehr) Zahlen. 76 Prozent der Befragten fühlen sich laut eigenen Angaben im eigenen Kiez sicher. „Sehr unsicher“ fühlen sich nur vier Prozent.


