In Deutschlands Tierheimen sitzen jede Menge Hunde und Katzen, die sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten – und manche Schicksale rühren Tierfreunde zu Tränen. Im Tierheim Berlin sucht man etwa gerade für Hunde-Omi Fanni ein neues Herrchen oder Frauchen. Die Ridgeback-Mix-Hündin hat den traurigsten Hundeblick Berlins – denn das, was sie erleben musste, ist einfach furchtbar.
Besitzerin starb – und ließ Hündin Fanni allein zurück
Fanni hatte das, was sich viele Tiere nur wünschen können: ein schönes Heim bei einem lieben Frauchen. Doch dann der schlimme Schicksalsschlag: Die Besitzerin starb, ließ die inzwischen betagte Fanni allein zurück. „Ein ganz tolles Zuhause hatte ich – bis mein allerliebster Mensch mich für immer verließ“, heißt es im Steckbrief der Hündin auf der Website des Tierheims Berlin. „Nun bin ich also als schon älteres Semester noch mal im Tierheim gelandet und hoffe sehr, dass sich noch mal jemand in mich verguckt.“
Der Verlust war für Fanni besonders bitter. Denn sie hänge sehr an ihren Bezugspersonen – und genieße Nähe, Zuwendung und die gemeinsame Zeit, schreiben die Tierpfleger im Steckbrief der Hündin. „Aufmerksamkeit teile ich nur ungern, dafür schenke ich meinem Menschen umso mehr Loyalität.“ Sie habe sich im Tierheim gut entwickelt, bleibe aber ungern allein. „Es ist aber schon deutlich besser geworden und kann weiter geübt werden“, heißt es auf der Website des Tierheims.

Fanni sucht ein ruhiges Zuhause für den Lebensabend
Auch das Autofahren kennt Fanni bereits – und auch mit anderen Tieren kommt sie klar. „Zu einem passenden Rüden wäre eine Vermittlung möglich, bei Hündinnen entscheidet die Chemie. Die ist aber schon deutlich besser geworden und kann weiter geübt werden.“ Die Ridgeback-Mix-Dame, die mit knapp 13 Jahren inzwischen zu den Senioren des Tierheims gehört, wünscht sich ein ruhiges Zuhause mit einem einzelnen Herrchen oder Frauchen oder einem Paar, das viel Zeit mitbringt.

Es sollte auch altersgerecht sein. „Eine trubelige Innenstadt überfordert mich, eine ruhige Gegend passt besser zu mir. Da ich kaum mehr Treppen steigen sollte, wünsche ich mir ein ebenerdiges Zuhause oder einen Fahrstuhl.“ Die zukünftigen Besitzer – Interessenten können sich unter der Telefonnummer 030 76888-173 bei den Tierpflegerinnen und Tierpflegern melden – werden bei der Eingewöhnung begleitet.
Ältere Hunde finden oft schwerer ein neues Zuhause
Es bleibt zu hoffen, dass sich für die süße Hunde-Omi Fanni ein neues Zuhause findet – gerade ältere Hunde haben es bei der Suche nach einem neuen Zuhause schwer. Denn wer sich einen Hund anschaffen möchte, sehnt sich meist nach einem kleinen Welpen, dem beim Aufwachsen zugeschaut werden kann.
Dabei bringen Tier-Senioren auch Vorteile mit. Laut Sarah Ross, Heimtier-Expertin bei „Vier Pfoten“, kennen die älteren Hunde etwa schon alle Grundkommandos. Und: „Ältere Tiere haben die wunderbare Fähigkeit, sich an vermeintlich kleinen Dingen zu erfreuen. Sie genießen gutes Futter, ihr eigenes Plätzchen, Ruhe und die pflegende Aufmerksamkeit ihrer Menschen.“




