Wer träumt nicht davon, mal einen echten Schatz zu finden? Einem Mann namens Tom Licence (46) ist es gelungen – und das quasi bei einem Spaziergang! Der Brite wollte dem Mädchen zeigen, wie man mit einer Sonde nach Metall sucht, und stieß auf einen alten Münzschatz, der knapp 30.000 Euro wert ist.
Auf einem Feld fand Tom den unglaublichen Schatz
Tom Licence ist 46 Jahre alt, Professor für Geschichte und geht in seiner Freizeit gern mit einem Metalldetektor auf die Suche nach kleinen und großen Schätzen. In der Nähe von Bury St Edmunds in England suchte er nach einem Feld, auf dem er seiner Nichte zeigen wollte, wie man mit einer Sonde Metall aufspüren kann.
An dem Ort, über den natürlich nichts weiter verraten wird, fand er zunächst sogenanntes Hacksilber aus der Wikingerzeit – dabei handelt es sich um kleine und zerkleinerte Gegenstände aus Silber, die in der Zeit vor der Verwendung der Münzen als Zahlungsmittel genutzt wurden. Dann entdeckte er auch Gold. „Ich suchte weiter und war verblüfft, einen Goldstater zu finden“, sagte er der BBC. Goldstater sind antike Münzen aus Gold, die ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. geprägt wurden.

„Nachdem ich die Einstellungen des Metalldetektors geändert und die zuvor markierten Bahnen mehrfach abgegangen war, schaltete ich in den richtigen Suchmodus und fand weitere sechs Stater“, sagt er. Er nahm Kontakt zum Besitzer des Feldes auf. „Als die Sonne unterging, rief ich den Landbesitzer an und brachte ihm und seiner Frau die Münzen, um sie ihnen zu zeigen.“

Goldschatz soll umgerechnet knapp 29.000 Euro bringen
Später kehrte Licence zurück, suchte weiter. Die Ausbeute: 16 Stater sowie einen sogenannten Viertelstater holte er aus dem Erdreich. Der Professor und der Besitzer des Landes behielten je eine der Münzen – der Rest des Schatzes soll versteigert werden. Laut Experten soll er voraussichtlich 25.000 Pfund einbringen – das sind umgerechnet knapp 29.000 Euro. Auch dieses Geld soll unter den beiden Männern aufgeteilt werden. Licence plant, einen Teil davon für archäologische Arbeiten in Suffolk zu spenden, heißt es in Berichten über den sensationellen Fund.

Die Münzen sind nicht nur viel wert, sondern auch historisch interessant: Laut BBC handelt es sich um den größten bisher bekannten Fund aus der Regierungszeit des Königs Dubnovellaunos, der in der Eisenzeit zwischen 25 v. Chr. und 10 n. Chr. regierte. Tom Licence sagte, er habe selbst familiäre Wurzeln in der Region und stelle sich nun gern vor, „dass die Münzen von einem meiner Vorfahren vergraben wurden“, sagte er.


