Wir müssen darauf hoffen, dass die Meteorologen mal wieder unrecht haben. Denn glaubt man den großen Wettermodellen, bleibt nicht nur der Februar recht kalt. Nein, danach verzögert sich auch der Start in den Frühling. „Die neuesten Prognosen deuten nicht wirklich darauf hin, dass es der Frühling sehr eilig hat in diesem Jahr“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.
Keine Hoffnung auf T-Shirt-Wetter im März
Laut Jung bringen die neuesten Langfristprognosen vom europäischen Wettermodell und der US-Wetterbehörde kaum Hoffnung auf eine deutliche Erwärmung, gar auf T-Shirt-Wetter. Die Monate März, April und Mai sollen kälter werden als erhofft.
Im Februar geht das Wetter seinen in diesem Jahr gewohnten Kältegang, sagt das europäische Wettermodell. Wir sehen in der kommenden Woche weiterhin die Wetterzweiteilung. „Im Nordosten kühler im Vergleich zum Mittel 1991 bis 2020, im Südwesten eher etwas milder“, sagt der Meteorologe. Dazu könnte es sehr nass werden.
Die Woche darauf kommen die sogenannten Mildabweichungen zwar etwas weiter in den Nordosten voran. Aber nordwärts der Linie zwischen Hamburg und Berlin bleibt es leicht zu kühl.
Und danach? Es gibt keinen warmen Start in den März, sagt Dominik Jung. Auch in der zweiten und dritten Märzwoche sei nichts von großer Märzwärme zu spüren. Einen Verwöhnmärz mit deutlich zu hohen Temperaturen schließe das europäische Wettermodell eher aus.
Warmstart ins Frühjahr ist unwahrscheinlich
Auch die US-Wetterbehörde nähert sich inzwischen den Prognosen des europäischen Wettermodells an. „Noch vor kurzem hätte der März zwei, drei Grad zu warm ausfallen sollen“, sagt der Meteorologe von wetter.net, jetzt aber sei ein Warmstart ins Frühjahr eher unwahrscheinlich.
Die US-Amerikaner sind sogar noch etwas wagemutiger mit ihren Wetterprognosen – und geben einen Ausblick auf das gesamte Frühjahr. Demnach zeigt auch der April keine großen Ausreißer nach oben. Gefühlt wäre das nach den sehr warmen Aprilmonaten der letzten Jahre ein recht kühler Monat.

„Das sieht für mich nicht nach einem sehr warmen Frühjahr aus“, sagt Dominik Jung. Denn auch der Mai zeige keine Anstalten, sehr warm sein zu wollen. Nach den neuesten Trends wird auch der Wonnemonat eher unterkühlt.
Zum Glück aber irren Wetterforscher sehr häufig. Der Blick Monate im Voraus hat etwas vom Blick in eine Glaskugel. Die Hoffnung aber bleibt – wenn auch nicht für die nächste Woche.


