Frostiger Valentinstag

Alte Bauernregel sagt weitere Kälteperiode für Deutschland voraus

Ein Meteorologe erklärt, warum Kälte am Valentinstag uns eine Winterverlängerung verspricht. Dazu gibt Punxsutawney Phil seine Wettervorhersage.

Author - Stefan Henseke
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Mehr Schnee und mehr Kälte: Laut einer alten Bauernregel ist der Winter gekommen, um zu bleiben.
Mehr Schnee und mehr Kälte: Laut einer alten Bauernregel ist der Winter gekommen, um zu bleiben.Maria Moroz/Canvan Images/imago

Das Zittern geht in die Verlängerung. Jedenfalls wenn wir einer alten Bauernregeln glauben. „Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren“, heißt eine der bekanntesten. Heute (14. Februar) ist Valentinstag – und für heute sagen die Wetterberichte Frost voraus.

Wir müssen mit einem kalten „Märzwinter“ rechnen

Die Regel stimme grob, sagt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Sie sei zwar nicht taggenau. Aber: „Gibt es im Februar zu viel Frost, so zeigt sich, dass der März mit 70- und der April sogar mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls zu kalt ausfallen“, erklärt der Diplom-Meteorologe bei MyHomeBook.

Nach dem bisherigen Wetterverlauf und den Prognosen für die nächsten Tage könne man damit rechnen, dass wir einen kalten „Märzwinter“ bekommen, heißt es.

Die Kälte feiert leider am Valentinstag in ganz Deutschland ein Comeback. In Berlin und Brandenburg gibt es bis in den Vormittag hinein neuen Schnee und leichten Frost zwischen 0 und -2 Grad, sagt der Deutsche Wetterdienst DWD. In der Nacht zum Sonntag geht die klirrende Kälte weiter – mit Temperaturen zwischen -3 und -7 Grad.

Ähnlich sieht das wetter.net. Bei mäßigen Nordostwind steigt das Thermometer im Nordosten nur auf minus 2 Grad. Nur in Niederbayern (7 Grad) wird es wärmer. Das aber nur tagsüber. Für den Abend und die Nacht werden Tiefstwerte zwischen minus 1 Grad an der Bergstraße und minus 12 Grad an der dänischen Grenze erwartet.

Groundhog Day: Das sagt Punxsutawney Phil

Die Bauernregel „Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren“ hat übrigens auch bekannte Verwandte. Eine kennt man aus der legendären Hollywood-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Den „Groundhog Day“, der immer am 2. Februar Punxsutawney (Pennsylvania) und anderen Städten in den USA gefeiert wird. Dafür wird ein Murmeltier aus seinem Bau geholt.

Der Himmel war blau, die Sonne schien: Am 2. Februar sah Punxsutawney Phil seinen Schatten. Das heißt: Auch in Punxsutawney bleibt es kalt. Für sechs Wochen.
Der Himmel war blau, die Sonne schien: Am 2. Februar sah Punxsutawney Phil seinen Schatten. Das heißt: Auch in Punxsutawney bleibt es kalt. Für sechs Wochen.Jeff Swensen/Getty Images/AFP

Scheint am 2. Februar die Sonne und sieht das Murmeltier Punxsutawney Phil seinen Schatten,  bedeutet das: „Sechs weitere Wochen Winter!“ Ist der Himmel bedeckt und Phil bleibt ohne  Schatten, heißt das: „Ein früher Frühling kommt!“ In diesem Jahr war es aber ähnlich wie bei uns: Punxsutawney Phil sah seinen Schatten – der Winter bleibt.

Aber wir müssen die Hoffnung noch nicht ganz verlieren. Denn eine Bauernregel kommt selten allein. Wer endlich auf mehr Wärme hofft, muss einfach einer anderen Regel vertrauen: „Kalter Valentin, früher Lenzbeginn.“ Was wir daraus lernen: Die Bauern waren sich früher genauso unsicher über die Wetterentwicklung wie heute die Meteorologen.

Was halten Sie von Wettervorsagen und richten Sie sich danach? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com