Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht: Am Wochenende herrscht Bade-Wetter in Berlin. Rund 60 Freibäder hat die Hauptstadt - nur die Einwohner aus Marzahn-Hellersdorf müssen wieder mal schauen, wo sie Abkühlung finden. Der Bezirk im Osten Hauptstadt ist der einzige in Berlin ohne Freibad - noch!
Am Kienberg entsteht für 35 Millionen Euro ein neues Kombibad mit Außenbecken
Denn es gibt gute Nachrichten. Marzahn-Hellersdorf bekommt endlich sein Freibad. Es soll in den nächsten drei bis vier Jahren am Kienberg entstehen. Kosten: 35 Millionen Euro. Diese Summe beinhaltet ein Funktionsbad (mit Sport- und einem Lehrschwimmbecken) für 25 Millionen Euro und ein Außenbecken für rund zehn Millionen Euro. Das Geld kommt von der Stadt sowie dem Sondervermögen des Bundes.
Seit der Schließung des Wernerbades in Mahlsdorf - damals das älteste Freibad Berlins - gibt es kein Sommerbad mehr in Marzahn-Hellersdorf. Es existiert zwar das Kinderbad Marzahn („Platsch“), doch Jugendliche und Erwachsene müssen nach wie vor in einen anderen Bezirk fahren, wenn sie sich wirklich abkühlen möchten. Die Kaulsdorfer Seen und der Biesdorfer Baggersee werden trotz Badeverbots im Sommer stark genutzt, sind also lediglich Not-Alternativen.

Nun wird neu gebaut. Das Freibad entsteht am Jelena-Santic-Friedenspark, in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Festplatz Hellersdorf, dem Kienbergpark und den Gärten der Welt. Bürgermeisterin Nadja Zivkovic (47/CDU): „Das neue Kombibad ist weit mehr als ein Bauprojekt – es ist eine Investition in die Lebensqualität unseres Bezirks. Marzahn-Hellersdorf braucht attraktive Sport- und Freizeitangebote für Familien, Kinder und Jugendliche sowie gute Bedingungen für den Vereins- und Schulsport.“





