Mitten in Berlin

Hier entstehen 500 günstige Wohnungen in bester Lage an der Spree

Berlin baut weiter. Auf dem Viktoriaspeicher-Areal entstehen Wohnungen für rund 2000 Menschen. Jede zweite Wohnung soll günstig vermietet werden.

Author - Sebastian Karkos
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Auf dem 41 Hektar großen Gelände an der Köpenicker Straße entstehen nicht nur Wohnungen, sondern unter anderem auch Kulturflächen.
Auf dem 41 Hektar großen Gelände an der Köpenicker Straße entstehen nicht nur Wohnungen, sondern unter anderem auch Kulturflächen.Pemax/imago

Wohnen in Top-Lage! Wo früher Getreidesäcke, Kohleberge und Hunderte Pferde das Bild prägten, entstehen rund 1000 Wohnungen. Auf dem Viktoriaspeicher-Areal direkt an der Spree in Kreuzberg sollen 500 davon dauerhaft preisgebunden sein. Wann es losgeht? 2030. Und zwar nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens sowie der Sanierung und Erschließung des Geländes.

Auch Flächen für Kultur und soziale Einrichtungen sind geplant

Auf dem Gebiet zwischen Spreeufer, Schillingbrücke und Köpenicker Straße, das derzeit von der Behala (Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft) als Lagerfläche genutzt wird, entsteht in dem neuen Stadtquartier nicht nur Wohnraum. Es sind auch Flächen für Nahversorgung, Kultur, soziale Einrichtungen, Handwerk und Produktion vorgesehen.

Prägendes Element des Entwurfs ist ein entlang der Spree geplanter Klimapark, der als öffentlich zugänglicher Grün- und Erholungsraum einen neuen Zugang zum Wasser schaffen soll.

Aus fünf eingereichten Arbeiten wurde der Entwurf der Planungsteams Behles & Jochimsen sowie Weidinger Landschaftsarchitekten zum Sieger gekürt. Entwickelt wird das Quartier von der landeseigenen Behala und der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM).

So soll es im nächsten Jahrzehnt aussehen an der Köpenicker Straße. Das Ufer wird zugänglich sein, Klimapark inklusive.
So soll es im nächsten Jahrzehnt aussehen an der Köpenicker Straße. Das Ufer wird zugänglich sein, Klimapark inklusive.BEHLES&JOCHIMSEN_WEIDINGER

Bausenator Christian Gaebler (61): „An diesem markanten Ort direkt an der Spree, in bester innerstädtischer Lage, werden Wohnungen für 2000 Menschen entstehen und ein neues Zuhause für Berlinerinnen und Berliner geschaffen. Das Viktoriaspeicher-Areal zeigt einmal mehr, dass unsere landeseigenen Gesellschaften in allen Bereichen der Stadt Wohnraum realisieren.“

Ende gut, alles gut: Das Projekt zog sich über mehr als ein Jahrzehnt hin, weil die notwendige Umsiedlung eines Galvanisierbetriebs (Oberflächenbehandlung von Metallen) in unmittelbarer Nachbarschaft ins Stocken geraten war.

Das Gelände befindet sich ungefähr auf der anderen Seite des Ostbahnhofs, an der Grenze zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte.
Das Gelände befindet sich ungefähr auf der anderen Seite des Ostbahnhofs, an der Grenze zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte.BEHLES&JOCHIMSEN_WEIDINGER

In Berlin wird also weiterhin gebaut. Wohnraum fehlt jedoch weiterhin in gewaltigem Ausmaß. Nach Berechnungen von Experten fehlen in der Hauptstadt mehr als 50.000 Wohnungen. Der Senat ging bereits davon aus, dass bis 2040 über 200.000 zusätzliche Wohnungen benötigt werden, um den Wohnungsmarkt zu entspannen und das erwartete Bevölkerungswachstum aufzufangen.

Das Projekt an der Spree ist damit nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch ohne diese Tropfen bleibt der Berliner Wohnungsmarkt trocken.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Was halten Sie von dem Projekt in Kreuzberg? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com