Alarm bei Berlins Feuerwehren: Immer wieder brechen Kriminelle in Gerätehäuser ein und stehlen Ausrüstung. Die Folgen sind gravierend, denn was hier fehlt, könnte im Ernstfall Leben kosten. Wie die B.Z. berichtet, gehen die Schäden inzwischen in die Hunderttausende.
Die Zahl der Einbrüche in Feuerwachen steigt
Die Einbrecher haben es gezielt auf Spezialtechnik abgesehen. Besonders gefragt sind hydraulische Spreizer, mit denen Einsatzkräfte eingeklemmte Unfallopfer befreien. Doch genau diese Geräte lassen sich auch missbrauchen, etwa um Tresore oder Geldtransporter aufzubrechen. Neben der Technik verschwinden auch Schutzausrüstung und Medikamente. Zusätzlich hinterlassen die Täter oft eine Spur der Verwüstung: aufgebrochene Fahrzeuge, beschädigte Tore und zerstörte Türen.
Wie ernst die Lage ist, zeigte sich im Februar in Treptow. Feuerwehrleute erwischten dort zwei Täter auf frischer Tat. Sie konnten die Täter überwältigen, ein 21-Jähriger war mit Messer und Schlagstock bewaffnet. Auch in anderen Stadtteilen kommt es immer wieder zu Einbrüchen. Anfang März traf es eine Wache in Frohnau, bei der Einsatzmittel und Schutzausrüstung im Wert eines fünfstelligen Betrags gestohlen wurden.
Laut B.Z. sind solche Vorfälle längst keine Einzelfälle mehr. Eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Johannes Martin bei der Innenverwaltung liefert nun konkrete Zahlen. 2025 wurden insgesamt 16 Fälle registriert. Darunter Diebstähle, Einbrüche und Versuche. Bereits 2024 lag die Zahl auf demselben Niveau, 2023 wurden sogar 19 Taten gezählt.

Dazu erklärt Franziska Becker von der Senatsverwaltung wörtlich: „Bei den bisherigen Einbrüchen und Diebstählen kam es zu einem Gesamtschaden von rund 45.000 Euro“. Becker weiter: „Darüber hinaus kommt es bei Diebstahl- oder Einbruchsgeschehen zu Beschädigungen, u. a. an Fahrzeughallentoren und den betroffenen Fahrzeugen. Beim Einbruch in die FF Biesdorf kam es zur Beschädigung von zwei Schließzylindern der Zugangstüren zum Wachgebäude.“


