Gefährlicher Brand in einer Einrichtung für pflegebedürftige Menschen in Spandau. Die Bewohner mussten schnell vor den tödlichen Flammen in Sicherheit gebracht werden. Es gab mehrere Verletzte. Die Berliner Feuerwehr berichtet.
85 Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen Flammen
In der Nacht zu Mittwoch wurde der Berliner Feuerwehr ein Brand in einem Wohngebäude in der Stadtrandstraße im Ortsteil Falkenhagener Feld (Spandau) gemeldet. Besonders übel: Im selben Haus befindet sich eine Einrichtung der Diakonie Spandau für pflegebedürftige Menschen, die teilweise auch bewegungseingeschränkt sind.

„Wir waren mit 85 Einsatzkräften vor Ort“, berichtet die Feuerwehr. „Die erst eintreffenden Einsatzkräfte konnten das Lagebild bestätigen und leiteten umgehend die Personensuche und Brandbekämpfung ein.“
Die Einsatzkräfte stellten fest, dass eine Wohnung im 4. Obergeschoss „im Vollbrand brannte“. Die Flammen konnten glücklicherweise mit einem sogenannten „C-Rohr im Innenangriff“ unter Kontrolle gebracht werden.
Eine Person lebensgefährlich verletzt
Jedoch kam es zu einer gefährlichen Rauchausbreitung in den Treppenraum, „woraufhin mehrere Wohneinheiten zum Teil gewaltsam geöffnet und kontrolliert wurden“. Um sicherzustellen, dass sich hier niemand mehr in Gefahr befindet.
Zwei Bewohner wurden unmittelbar bei Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. „Davon wurde eine Person nach einer notärztlichen Sichtung mit lebensbedrohlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik transportiert“, berichtet die Feuerwehr. Zwei weitere Bewohner wurden „leicht verletzt“ in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Aufgrund der Vielzahl von betroffenen Bewohnenden des Brandobjektes wurde das Alarmierungsstichwort MANV „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen. Die Fotos von unserem KURIER-Nachtreporter zeigen einen emotionalen Anblick: Menschen in Schlafanzügen und Bademänteln, die wegen großer Gefahr aus ihren Betten gerissen wurden.
Die BVG hat auch geholfen
Die BVG hat die Feuerwehr in der Nacht unterstützt: Sie hat zwei Busse zur temporären Unterbringung der evakuierten Bewohner zur Verfügung gestellt.


