Ein trauriger Tag für alle Cineasten: Das Cinestar Kino Treptower Park im Stadtteil Treptow-Köpenick muss schließen. Die allerletzte Vorstellung hat bereits stattgefunden.
Licht aus im Cinestar Kino Treptower Park
Diese betrübliche Meldung steht auf der Website von Cinestar Berlin: „Leider verabschieden wir uns zum 31.01.26 vom Standort Berlin Treptower Park. Die letzte Vorstellung findet am 11.01.2026 statt.“

„Bitte denkt daran, Eure gültigen Gutscheine bis zum 11.01.2026 einzulösen. Danach lassen sich Gutscheine weiterhin in allen teilnehmenden Standorten der CineStar-Gruppe einlösen“, heißt es weiter. Abschließend schreiben die Betreiber: „Vielen Dank für Eure Treue!“
Das Kinosterben in Berlin
1999 wurde das beliebte Kino eröffnet, 26 Jahre lang haben sich Berliner hier Highlights wie die „Harry Potter“-Filme, die „Herr der Ringe“-Trilogie oder den neuesten „James Bond“ angesehen. Doch damit ist nun Schluss.
Kino-Betriebsrat Matthias Eckhardt trauert im Interview mit den Linken um sein Haus: „Einige von uns arbeiten schon seit Beginn hier im Kino. Ebenso gibt es auch viele Besucherinnen und Besucher, die schon als Kinder hier waren und heute mit ihren eigenen Kindern zu uns kommen.“ Weiter betont Eckhardt: „Die Leute schätzen die ruhigere und familiäre Atmosphäre sowie die Nähe und gute Anbindung und haben viele schöne Erinnerungen an diesen Ort.“

Doch das Kinosterben in Berlin breitet sich aus. Auch das CineStar im Sony Center am Potsdamer Platz wurde zum 31. Dezember 2019 geschlossen. Das Kino Cinema in der Bundesallee in Friedenau hat 2025 seine letzte Vorstellung gezeigt. Viele weitere Häuser reihen sich hier ein.
Was wird jetzt aus dem Kino?
Wie sieht es mit der Zukunft des geschlossenen Kinos in Treptow aus? Der Eigentümer soll laut einer Bauvoranfrage Pläne zum Hotelumbau in Erwägung ziehen. Doch die Kino-Belegschaft arbeitet mit Unterstützung einer AG der Linken an Zukunftsplänen für die blaue Traumfabrik – um den drohenden Verfall des Gebäudes zu verhindern.
Hier soll stattdessen ein Kultur- und Gemeinschaftsort für die Nachbarschaft im Treptower Norden entstehen: „Konkret wurden neben einem Kinoweiterbetrieb, Theater, Konzert- und Proberäume, gastronomische Angebote sowie mehr Möglichkeiten für Jugendliche am häufigsten genannt“, berichtet Eckhardt.
„Zudem fielen Stichworte wie Kiezküche, Escaperooms, Boulderhalle und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen wie Filmhochschulen.“



