Höchstwert

Berlin-Wahl steht bevor: AfD ist laut Umfrage jetzt die zweitstärkste Kraft

Neue INSA-Umfrage zur Berlin-Wahl. AfD erstmals auf Platz 2, CDU vorn. Wegner braucht Bündnis mit SPD und Grünen, um im Amt zu bleiben.

Author - Sharone Treskow
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Am 20. September ist Berlin-Wahl. Eine INSA-Umfrage zeigt, dass die AfD immer weiter aufholt.
Am 20. September ist Berlin-Wahl. Eine INSA-Umfrage zeigt, dass die AfD immer weiter aufholt.Sabine Gudath/imago

Am 20. September 2026 ist Berlin-Wahl. Dann wählen die Berlinerinnen und Berliner ein neues Landesparlament, das 20. Abgeordnetenhaus. Aus dem Ergebnis ergibt sich, welche Koalition die Stadt führen – und wer Regierender Bürgermeister wird. In welche Richtung tendieren die Bürger der Hauptstadt aktuell? Eine neue Umfrage zeigt eine Verschiebung in Richtung rechts.

AfD erstmals auf Platz 2 in Berlin

In einer Umfrage zur Berlin-Wahl von INSA (Unabhängiges Meinungsforschungsinstitut in Erfurt & Berlin), die der Bild-Zeitung vorliegt, rangiert die CDU aktuell bei 22 Prozent – und liegt mit Abstand auf Platz 1. Aber die AfD holt auf und ist mit ihrem Höchstwert von 17 Prozent erstmals zweitstärkste Kraft in der Hauptstadt. Platz 3 belegt die SPD knapp dahinter mit 16 Prozent. Grüne und Linke liegen jeweils bei 15 Prozent. FDP und BSW scheitern mit jeweils vier Prozent bisher an der Fünf-Prozent-Hürde.

Kann Kai Wegner Bürgermeister bleiben? Der CDU-Chef steht unter Druck.
Kann Kai Wegner Bürgermeister bleiben? Der CDU-Chef steht unter Druck.Stefan Zeitz Photography/imago

Für Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bedeutet das, dass er nur dann Regierender Bürgermeister bleiben kann, wenn er sowohl die SPD als auch Grünen für ein gemeinsames Bündnis gewinnt. Kooperationen mit der Linke oder der AfD hat der CDU-Chef dagegen eindeutig ausgeschlossen. Die derzeitige schwarz-rote Koalition käme nur noch auf 38 Prozent.

Was sich bei der Berlin-Wahl entscheidet

Die Berlin-Wahl entscheidet, wer künftig im Roten Rathaus regiert. Gleichzeitig werden auch die Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) in allen zwölf Bezirken neu gewählt, die über Themen wie Verkehr, Bebauungspläne, Grünflächen oder Kiezentwicklung bestimmen. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige an der Abgeordnetenhauswahl teilnehmen, wodurch rund 2,5 Millionen Menschen wahlberechtigt sind.

Ein Plakat zum Volksbegehren „Berlin werbefrei“
Ein Plakat zum Volksbegehren „Berlin werbefrei“Jens Kalaene/dpa

Zusätzlich könnten am Wahltag auch Volksentscheide stattfinden, etwa zu Themen wie Autoverkehr oder Außenwerbung. Kurz gesagt: Am 20. September wird die politische Richtung Berlins für die kommenden fünf Jahre komplett neu bestimmt.

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