Der Berliner feiert gerne. Das war wieder am 1. Mai zu beobachten. Aber der Berliner lässt auch gerne seinen Dreck da liegen, wo er gerade steht. Auch das war am Freitag zu beobachten. Zehntausende Feiernde haben Berlin so versifft wie nie zuvor zurückgelassen.
350 Kubikmeter Müll: Doppelt so viel wie im Jahr zuvor
Schon im vergangenen Jahr sah Berlin, die Parks und Straßen in der Innenstadt, nach dem 1. Mai schlimm aus. 183 Kubikmeter Müll (Glasflaschen, Büchsen, Grillzubehör) mussten die BSR-Mitarbeiter 2025 den Feiernden hinterherräumen. Nichts zu den Müllbergen in diesem Jahr – an diesem Wochenende war es fast doppelt so viel.
Die traurige BSR-Bilanz: 2026 fielen rund 350 Kubikmeter Abfall. Etwa 170 Mitarbeiter seien mit 70 Fahrzeugen unterwegs gewesen, um Straßen und Parks wieder sauber zu bekommen. Müll-Schwerpunkte: Kreuzberg, Treptow und Prenzlauer Berg. Teile Kreuzbergs hatten sich in eine riesige Partymeile verwandelt.
Mit Sonderschichten wurden die von Scherben und Glassplittern bedeckten Straßen zwischen Oranienplatz und Schlesischem Tor abgefahren. Große Müllhaufen gab es vor allem auch im Görlitzer Park, aber ebenso im Mauerpark, im Treptower Park und im Volkspark Friedrichshain.

Während es bei den Mai-Demos in diesem Jahr weitesgehend ruhig blieb, eskalierte die Situation in den Park. In der Hitze beim Grillen. So wurde bei einem Streit um verbotenes Grillen im Volkspark Friedrichshain ein Polizist von einer größeren Gruppe angegriffen, getreten, geschlagen und gebissen.
1. Mai: 1657 Einsätze für den Rettungsdienst
Großeinsatz auch für Sanitäter: 1657-mal wurden bis in die Nacht die Rettungsdienste alarmiert, teilt die Feuerwehr mit.




