Berlin wird immer mehr zur Stadt der Zugezogenen. Zuletzt verfügbaren Zahlen zufolge sind nur rund 45 Prozent der Berliner auch in der Hauptstadt geboren. Die Mehrheit der Einwohner stammt also aus anderen Teilen Deutschlands oder aus dem Ausland. Und apropos Berliner: In der Hauptstadt kommen weiterhin weniger Kinder zur Welt, als Menschen sterben.
So wenige Geburten in Berlin wie seit 2003 nicht
2025 wurden insgesamt 33.230 Kinder geboren, während 37.575 Menschen starben. Damit ergab sich das vierte Jahr in Folge ein Sterbeüberschuss von 4345 Personen, so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
Die Geburtenziffer lag bei 1,18 Kindern je Frau (2024: 1,20) und erreichte damit den niedrigsten Wert seit 2003. Zum Vergleich: Bundesweit lag die Geburtenziffer bei durchschnittlich 1,31 Kindern je Frau.
Immer weniger deutsche Frauen bringen Kinder zur Welt
Auffällig ist vor allem der Rückgang bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Ihre Geburtenziffer sank im vergangenen Jahr auf 1,01 Kinder je Frau. Das ist der niedrigste Stand seit dem sogenannten Wendeknick in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung. Damals fiel die zusammengefasste Geburtenziffer bis 1996 sogar unter 1,0 Kinder je Frau, so das Amt für Statistik.

Bundesweit liegt die Geburtenziffer deutscher Frauen bei 1,19. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag sie in Berlin mit 1,56 Kindern je Frau weiterhin über dem Durchschnitt aller Berliner Mütter, ging aber ebenfalls zurück (2024: 1,59). Zum Vergleich: Bundesweit liegt dieser Wert bei 1,77 Kindern je Frau.
In Berlin werden also immer weniger Kinder geboren. Dennoch wächst die Hauptstadt weiter. Grund: der anhaltende Zuzug.




