Extrem selten

1 zu 15 Millionen! Mutter bringt eineiige Vierlinge zur Welt

Eine 34-Jährige in Australien hat vier eineiige Mädchen geboren. Ein solcher Fall kommt statistisch nur etwa einmal unter 15 Millionen Schwangerschaften vor.

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Emily, Harriet, Alexa und Catherine heißen die Wunderbabys. Die eineiigen Vierlingsmädchen auf der Babystation, wie sie der Sender 9News zeigte.
Emily, Harriet, Alexa und Catherine heißen die Wunderbabys. Die eineiigen Vierlingsmädchen auf der Babystation, wie sie der Sender 9News zeigte.Screenshot Youtube/9NewsAustralia

Diese vier Babys sind ein Wunder! Die Australierin Jenitar Na’amoana (34) hat vier eineiige Mädchen zur Welt gebracht – aus nur einer befruchteten Eizelle entstanden. Experten sprechen von einer der seltensten Schwangerschaften weltweit. Eineiige Vierlinge dieser Art treten nur etwa einmal unter 15 Millionen Schwangerschaften auf.

Kein Baby geplant, dann wurden es gleich vier

Die kleinen Mädchen heißen Emily, Harriet, Alexa und Catherine. Zur Welt kamen sie am 14. Juli per Kaiserschnitt im Royal Brisbane and Women’s Hospital in Queensland. In der 28. Schwangerschaftswoche. Trotz der Frühgeburt entwickeln sich die Babys gut und werden weiterhin auf der Neugeborenen-Intensivstation betreut.

Eigentlich hatten Jenitar und ihr Ehemann Jortham Na’amoana keinen weiteren Nachwuchs geplant. Das Paar hat bereits vier Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren. Umso größer war die Überraschung, als sich bei den frühen Untersuchungen zeigte, dass nicht ein Baby, sondern gleich vier unterwegs waren.

Vier identische Babys aus einer Eizelle

Die eineiigen Vierlinge der Australierin Jenitar Na’amoana während der Schwangerschaft auf einer Ultraschallaufnahme.
Die eineiigen Vierlinge der Australierin Jenitar Na’amoana während der Schwangerschaft auf einer Ultraschallaufnahme.Jenitar Na'amoan/Gofundme/Screenshot

Besonders außergewöhnlich: Die Vierlinge sind sogenannte monozygote Vierlinge. Sie entstanden aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich mehrfach teilte. Nach Angaben der behandelnden Spezialistin Dr. Alexa Bendall teilten sich die Kinder zudem eine gemeinsame Plazenta, entwickelten sich jedoch in vier eigenen Fruchtblasen. Genau diese Kombination macht die Schwangerschaft zu einem medizinischen Ausnahmefall.

„Vier Fruchtblasen, eine Plazenta – das ist unglaublich“, sagte Bendall. Die Ärztin geht davon aus, dass es sich um den ersten bekannten Fall dieser Art in Australien handelt. Weltweit seien nur sehr wenige vergleichbare Geburten dokumentiert.

Die Schwangerschaft galt als extrem risikoreich. Jenitar Na’amoana wurde bereits früh von Spezialisten überwacht und musste ab der 25. Schwangerschaftswoche engmaschig kontrolliert werden. Für die Geburt stand ein großes Team bereit – darunter mehrere Neonatologen, Hebammen, Anästhesisten und Pflegekräfte.

Jenitar Na’amoana während ihrer Schwangerschaft mit den Vierlingen.
Jenitar Na’amoana während ihrer Schwangerschaft mit den Vierlingen.Jenitar Na'amoan/Gofundme/Screenshot

Plötzlich gleich acht Kinder – eine Herausforderung

Nun ist aus der sechsköpfigen Familie über Nacht eine zehnköpfige Großfamilie geworden. Neben der Freude über die vier „Wunderbabys“ stehen die Eltern nun vor großen Herausforderungen. Über eine Spendenkampagne bei Gofundme bittet die Familie um Unterstützung. Benötigt werden unter anderem ein größerer Van mit zehn bis zwölf Sitzplätzen, Babyausstattung sowie Hilfe bei medizinischen Kosten.

Auf ihrer Spendenseite schreibt Jenitar Na’amoana: „Unsere vier kostbaren Wunder sind sicher angekommen. Unsere Herzen sind voller Dankbarkeit. Gleichzeitig bringt die Versorgung von vier Neugeborenen auf einmal Herausforderungen mit sich, die wir uns nie hätten vorstellen können.“

Jenitar Na’amoana mit ihrem Mann Jortham und den vier größeren Kindern. Eine Fotomontage der Familie zu ihrem Spendenaufruf auf Gofundme.
Jenitar Na’amoana mit ihrem Mann Jortham und den vier größeren Kindern. Eine Fotomontage der Familie zu ihrem Spendenaufruf auf Gofundme.Jenitar Na'amoan/Gofundme/Screenshot

Noch werden Emily, Harriet, Alexa und Catherine im Krankenhaus versorgt. Wenn sie weiter an Gewicht zulegen und kräftiger werden, dürfen sie nach Hause – dorthin, wo ihre vier Geschwister auf sie warten und wo nun ein ganz neues Kapitel für die Familie beginnt.