In Berlin fallen immer häufiger Schüsse. Menschen werden verletzt, Straßen gesperrt, die Polizei rückt fast täglich aus. Erst am Wochenende wurde ein Mann in Schöneberg angeschossen. Am Montag wieder Großalarm. Passanten meldeten Schüsse im Volkspark Hasenheide.
Hubschrauber kreist über der Hasenheide
Am Nachmittag rücken mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten mit einem Großaufgebot in den Park aus. Ein Hubschrauber kreist über Neukölln. Spürhunde durchsuchen Büsche und Wege. Rund 50 Beamte sind im Einsatz. Drei Stunden lang wird jeder Winkel kontrolliert. Doch am Ende gibt es keine Spur.
„Es konnten weder mögliche Verletzte noch Tatverdächtige festgestellt werden“, teilt die Polizei auf X mit. Trotzdem war die Lage angespannt. Zeugen hatten gegen 14.30 Uhr mehrere Schüsse gehört.
Sofort wurde geprüft, ob eine akute Gefahr besteht. Der angrenzende Columbiadamm wird in beide Richtungen gesperrt. Spaziergänger und Anwohner werden befragt. Erst am frühen Abend wird die Straße wieder freigegeben. Die Ermittlungen zu dem Vorfall übernimmt die örtlich zuständige Polizeidirektion 5, wie es heißt.
Die Zahl der Verletzten steigt. Die Brutalität auch
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Schussabgaben, die Berlin seit Monaten beschäftigt. Erst in der Nacht zum Sonntag wird ein 38‑Jähriger in Schöneberg getroffen. Die Kugel erwischt ihn im Unterkörper. Lebensgefahr besteht nicht. Der oder die Täter flüchten mit einem Auto. Bislang fehlt jede Spur.
Die Tat reiht sich ein in zahlreiche ähnliche Taten mit Schüssen auf Menschen im kriminellen Milieu mit Leicht- und Schwerverletzten. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Die Zahl der Verletzten steigt. Die Brutalität auch.



