Bis zu minus 12 Grad

Eiseskälte wieder da! Kurz vor Ostern kehrt der Winter brachial zurück

Schluss mit Frühlingsgefühlen. Das Wetter kippt wider Richtung Kälte. In den nächsten Tagen drohen Orkanböen, Schnee, Glätte und Graupelgewitter.

Author - Stefan Henseke
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Heftiger Wind im Anflug: Auf der Wetterkarte zeigt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net  die Windböen, die Deutschland in der Nacht zu Mittwoch erreichen.
Heftiger Wind im Anflug: Auf der Wetterkarte zeigt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net die Windböen, die Deutschland in der Nacht zu Mittwoch erreichen.wetter.net/you

Die Sonne scheint, alles wärmt sich langsam auf, die Temperaturen fühlen sich nach Frühling an. Doch das täuscht. Aber Mittwoch schlägt der Winter noch mal fies zurück. Mit Orkanböen, Eiseskälte, Schnee, Glätte und Gewittern. „Der Winter kehrt zurück und das ganz brachial“, droht Meoeteorologin Kathy Schrey von wetter.net.

Tiefdruckgebiet bringt frostige Polarluft aus der Arktis

Nach ein paar Tagen schönen Frühlingswetters kippt die Wetterlage wieder Richtung Winter, Richtung Kälte. „Ab Dienstag nimmt der Wind zu“,erklärt Kathy Schrey. „Am Mittwoch folgt der Höhepunkt mit Sturmböen, Graupelgewittern und Schnee.“ Selbst in niedrigen Lagen, an den Alpen drohen länger anhaltende und teils markante Schneefälle.

Der morgige Dienstag wird sich noch mal frühlingshaft zeigen. Mit viel Sonne im Westen, mit Temperaturen von 14 bis 17 Grad. Aber in der Nordhälfte Deutschlands verzieht sich die Sonne schon. Da ziehen dichte Wolken auf.

Mit den Wolken kündigt sich ein markanter Wetterwechsel an. Das erste, das wir davon merken: In der Nacht zu Mittwoch ziehen starke Windböen auf. Grund ist ein Tiefdruckgebiet, das noch östlich von Island liegt. Das bringt frostige Polarluft aus der Arktis zu uns.

Kathy Schrey spricht von einem Windfeld, dass am Mittwoch landesweit zu spüren sein wird. Mit zum Teil mit schweren Sturmböen. „Ja, das wird wirklich heftig werden“, sagt die Meteorologin. Bis zu 100 Kilometer pro Stunde sind möglich.

Ab Mittwoch werden Sturmböen, Regen, Schnee und Graupelgewitter erwartet.
Ab Mittwoch werden Sturmböen, Regen, Schnee und Graupelgewitter erwartet.Frank Rumpenhorst/dpa

Und mit dem Wind rücken auch Regen, Schneeflocken und schwere Gewitter an. Die kalte Luft sorgt dafür, dass die Schneefallgrenze in der Nacht zum Donnerstag auf 300, 400 Meter fällt. Am Freitag sinkt die Schneefallgrenze laut europäischem Wettermodell bis auf unter 100 Meter.

Richtung Alpen könnten laut Schrey sogar auch unwetterartige Schneemengen niedergehen. Nur der Nordosten soll schneefrei bleiben.

So wird das Wetter über die Oster-Feiertage

Am Mittwoch rauschen die Temperaturen runter. Der Wind treibt zuerst den Regen zu uns, der dann im Westen und Südwesten in Schneeregen übergeht. Im Westen drohen Gewitter. Nachts wird es bis zu minus 3 Grad kalt, tagüber werden im Nordosten immerhin noch 14 Grad.

Donnerstag ist der Frühling erstmal vorbei. Bei minus 6 (nachts) bis 8 Grad (tagsüber). In Berlin und Brandenburg fallen die Temperaturen nachts bis auf 0 Grad. Im Südwesten schneit es, im Westen und Südosten regnet es.

In der Nacht zum Freitag sinken die Temperaturen auf minus 8 Grad. Zwar lässt der Niederschlag im Laufe des Tages nach, sagt Meteorologin Kathy Schrey. Aber Gefahr droht: Die Straßen sind am Morgen feucht –Glättegefahr, besonders in den Mittelgebirgen. Bei zurückkehrender Sonne macht das Thermometer am Tag bei 10 Grad Stopp.

„Am Samstag kriegen wir das große Bibbern“, erklärt die Meteorologin von wetter.net. Nachts bei bis zu minus 12 Grad. Tagsüber sind bis zu 11 Grad drin. Im Westen bleibt es nass, die freundlichsten Phasen und mehr Sonne gibt es im Osten.

Ostersonntag wird es wieder etwas wärmer. Bei minus 4 Grad (nachts) bis 12 Grad (tagsüber). Vor allem im Nordosten wird es sonnig, sonst gibt es überall einen Sonne-Wolken-Mix.