Höllenhitze

Bis zu 38 Grad: Das ist der Hitze- und Gewitterkalender für die kommende Woche

Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sagt für die nächsten Tage „Volle Lotte Hitze!“ voraus. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen und Sturmböen.

Author - Stefan Henseke
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Am kommenden Wochenende könnte die Temperaturen in Deutschland bis auf 38 Grad klettern.
Am kommenden Wochenende könnte die Temperaturen in Deutschland bis auf 38 Grad klettern.Ilustration: STH/KI/Berliner KURIER

Man mag es kaum glauben, wenn man aus dem Fenster guckt. Der Wind treibt immer neue Regenwolken heran, doch jetzt gerade ist eine neue Hitzewelle auf dem Weg zu uns. Die nächsten Tage bringen immer mehr Sonnenschein, immer mehr Wärme. Bis zu 38 Grad sind möglich, auch schwere Gewitter werden vorhergesagt. Lesen Sie hier den Hitze- und Gewitterfahrplan für die kommende Woche. Wie heiß wird es jetzt und welche Region trifft es wann? Wo werden Gewitter vorhergesagt? Alle Prognosen!

Das Hoch „Falk“ schiebt die Hitze nach Deutschland

Hoch Falk schiebt in der kommenden Woche ganz langsam die warmen Luftmassen von Frankreich zu uns. „Und dann wird es richtig warm bzw. auch heiß“, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Der Sonntag bleibt erst mal noch sehr wechselhaft. In der Mitte und im Norden sind Schauer und Gewitter möglich – bei nur 17 bis 19 Grad. Nur im Süden hält Hoch Falk schon dagegen und bringt freundliches Frühsommerwetter bei bis zu 27 Grad mit.

Schlecht für Public-Viewing-Fans, die heute Abend unser erstes WM-Spiel gegen Curaçao sehen wollen. Der Abend und die Nacht auf Montag werden noch mal sehr kühl, nur 6 bis 13 Grad werden erwartet. Besser zum Fußballgucken eine Jacke mitnehmen, sagt Dominik Jung.

Aber das wechselhafte Wetter ist auf Abschiedstour, nur am Montag startet die Woche noch etwas frischer. Lesen Sie hier, was der Deutsche Wetterdienst DWD und wetter.net für die kommende Woche erwarten.

So wird das Wetter in der kommenden Woche

Montag: Laut Deutschem Wetterdienst ist es am Montag noch windig, an den Küsten und in Mecklenburg-Vorpommern sind stürmische Böen aus West bis Nordwest „gering wahrscheinlich“.

Auch wetter.net sieht für den Nordosten Wolken – bei 15 bis 20 Grad. Der Süden Deutschlands wärmt sich dagegen schon auf, bei bis zu 25 Grad im Südwesten.

Dienstag: Die Regenwolken wehren sich noch ein wenig gegen das aufziehende Hoch. Für den DWD sind im Norden und der Mitte einzelne Gewitter mit Starkregen „gering wahrscheinlich“.

Viel Sonnenschein sagt Dominik Jung voraus – bei 17 bis 25 Grad, ganz im Südwesten kann es auch schon Richtung 30 Grad gehen. Nur im Norden bilden sich im Tagesverlauf Quellwolken, aus denen Schauer fallen können. Auch vereinzelte Gewitter sind nicht ausgeschlossen.

Meteorologe Dominik Jung steht vor der Wetterwand fürs kommende Wochenende, die Temperaturen von bis zu 38 Grad anzeigt.
Meteorologe Dominik Jung steht vor der Wetterwand fürs kommende Wochenende, die Temperaturen von bis zu 38 Grad anzeigt.wetter.net/youtube

Mittwoch: Mit geringer Wahrscheinlichkeit gibt es laut DWD örtlich Gewitter mit Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter, im Süden vereinzelt auch Starkregen mit bis zu 25 Litern.

Der Mittwoch ist bei wetter.net der letzte etwas „frischere“ Tag in dieser Woche. Nur im Südwesten geht es hoch bis 31 Grad. Nach Norden wird es angenehm warm bei 20 bis 25 Grad. Hier ziehen laut Dominik Jung auch ab und zu ein paar Wolken vorüber.

Donnerstag: Der Deutsche Wetterdienst warnt im Südwesten und teils im Südosten vor steigender Wärmebelastung. Über dem westlichen und südlichen Bergland sind einzelne Wärmegewitter mit Starkregen gering wahrscheinlich.

Dominik Jung spricht von „Volle Lotte Hitze!“ – im Süden bei 31 bis 35 Grad. Nördlich der Mainlinie werden angenehmere Temperaturen erwartet, bei 25 bis 30 Grad.

Bis zu 38 Grad: Ab Freitag knallt das Thermometer nach oben

Freitag: Hitze plus Gewitter erwartet der Deutsche Wetterdienst. Im Westen und Nordwesten knallt es. Hier gibt es kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, örtlich sind auch Unwetter durch heftigen Starkregen möglich, im Süden örtlich Hitzegewitter. Zudem warnt der DWD vor starker Wärmebelastung im Süden und weiten Teilen der Mitte Deutschlands.

Für Dominik Jung ist am Freitag alles eitel Sonnenschein – von Nord bis Süd, von Ost bis West, dazu ein hoher UV-Index. Mit 29 Grad ist die Ostsee noch die kühlste Ecke. Ansonsten laut wetter.net: 33, 34 Grad im Osten, bis zu 35 Grad im Westen. Und im Südwesten können es bis zu 37 Grad werden. „Ab 30 Grad sprechen wir von einem Hitzetag, ab 35 Grad von einem Wüstentag“, sagt der Meteorologe. Wüstenrepublik Deutschland.

Samstag: Es kracht laut DWD wieder heftig: Vom Westen über den Norden bis in den Nordosten drohen kräftige Gewitter – örtlich sogar mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und großem Hagel. Außer im Norden und Nordwesten wird überall vor starker Wärmebelastung gewarnt.

Auch für wetter.net sind „einzelne zum Teil stramme Hitzegewitter möglich. Mit Starkregen, mit Sturmböen, mit Hagel“. Aber es geht sehr warm weiter – bei 28 Grad an der Küste bis 37 Grad im Südwesten.

Sonntag: Keine Atempause, Wettergeschichte wird gemacht. Am Sonntag könnten örtlich Hitzerekorde gebrochen werden, sagt Dominik Jung. Es wird noch mal etwas wärmer. Im Südwesten sind sogar bis zu 38 Grad und mehr möglich.

Und so warm wird der Sommer 2026 im Juli und August

Und wie es aussieht, ist die kommende Woche nur der Auftakt zu einem sehr warmen Sommer. Laut europäischem Wettermodell ECMWF wird die zweite Juni-Hälfte im Südwesten bis zu 3 Grad wärmer als normal, im Nordosten bis zu 1 bis 2 Grad wärmer.

Und für Juli und August sagt das amerikanische Wettermodell CFS für Deutschland mehr Wärme als üblich voraus. 1 bis 2 Grad über dem langjährigen Mittel könnten es werden.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com