Februar und März werden spannend

Nach der Eiseskälte wird es jetzt ein Winter voller Kontraste

Berlin ächzt unter der Glätte, doch schon jetzt warnt ein Meteorologe vor dem März. Warum das? Es könnte ein echter Drama-Monat werden.

Author - Florian Thalmann
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Wie entwickelt sich das Wetter nach dem brutalen Winter weiter? Im März könnte es laut Dominik jung richtig spannend werden.
Wie entwickelt sich das Wetter nach dem brutalen Winter weiter? Im März könnte es laut Dominik jung richtig spannend werden.Britta Pedersen/dpa

Das Wetter ist und bleibt spannend – noch immer macht die Kälte vielen Menschen zu schaffen, erst am Freitag gab es wieder Glätte-Alarm in Teilen Deutschlands. Und nun deutet sich noch mehr Chaos an: Während es in einigen Regionen milder wird und die Temperaturen schon an den Frühling erinnern, muss der Osten weiter zittern. Und schon jetzt warnt Meteorologe Dominik Jung vor dem März ...

Kältewelle mit Eiseskälte hält – aber wie lange noch?

Die Kältewelle mit Eiseskälte hat den Osten Deutschlands fest im Griff – aber wie lange noch? „Die Wetterprognosen, zumindest die Hauptläufe, springen ganz schön hin und her“, sagt Meteorologe Dominik Jung in seinem neuesten Wettervideo. Die frischen Prognosen des Deutschen Wettermodells sehen am kommenden Donnerstag schon richtig milde Temperaturen auf Deutschland zukommen – bis zu 13 Grad könnten im Westen drin sein, aber eben scheinbar erst einmal nur dort.

Von den teilweise milden Temperaturen, die in manchen Regionen im Westen herrschten, bekommt man im Osten kaum etwas mit: Zuerst das neue Eisregen-Chaos, das in Berlin für ein krasses Schauspiel sorgte. Der Schnee wurde in der Nacht zum Freitag mit einer gefrorenen Schicht überzogen, der ihn wie Plastik aussehen ließ. Die Temperaturen sortierten sich hier um den Gefrierpunkt ein.

Die winterlichen Temperaturen dürften Berlin noch eine Weile erhalten bleiben – die Nähe zum Kältehoch sorgen dafür, dass sich der Frühling so schnell nicht zeigt.
Die winterlichen Temperaturen dürften Berlin noch eine Weile erhalten bleiben – die Nähe zum Kältehoch sorgen dafür, dass sich der Frühling so schnell nicht zeigt.Britta Pedersen/dpa

Grund für die Wetter-Teilung in Deutschland: Noch immer beherrscht das Kältehoch Daniel den Norden und Nordosten, mehrere Tiefdruckgebiete halten im Süden und Westen dagegen. Deutschland liegt genau im Zentrum dieser Großwetterlage – und unterschiedliche Ecken des Landes kriegen das unterschiedliche Wetter ab. Auch wenn man im Osten auf Entspannung hoffte, sich die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt einsortierten: Der Winter ist noch nicht vorbei!

Eiseskälte: Im Osten bleibt das Wetter richtig frostig

Am Samstag liegen die Werte im Nordosten um den Gefrierpunkt, „langsam sickert die Kälte wieder rein“, erklärt Dominik Jung. Auch am Sonntag wird es wieder frischer, minus 5 Grad bis 0 Grad stehen im Osten und Nordosten an. Anfang der Woche soll sich dann wenig tun. „Leichter Dauerfrost im Nordosten, bis zu 7 Grad in der Landesmitte, bis zu 11 Grad im Südwesten.“ Der Osten muss also weiter zittern. „Es bleibt eisig“, sagt Jung.

Berlin hat in den vergangenen Tagen ordentlich mit der heftigen Glätte gekämpft. Und das Winterwetter ist noch lange nicht vorbei!
Berlin hat in den vergangenen Tagen ordentlich mit der heftigen Glätte gekämpft. Und das Winterwetter ist noch lange nicht vorbei!Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Das könne sich aber alles ändern. „Die kalten Luftmassen und die milden Luftmassen liegen direkt über Deutschland, sehr nah beisammen. Da kann sich das alles ein bisschen hin und her bewegen“, sagt der Meteorologe. Beim Wetter ist einfach nichts entschieden – vielleicht bleibt der Winter uns auch länger erhalten als gedacht.

In einer Wetter-Kolumne beim Portal HNA.de warnte Jung bereits, dass auch ein noch längerer Winter nicht ausgeschlossen ist. „Aus heutiger Sicht wirkt ein komplett blockierter, eiskalter Märzwinter als krasses, aber nicht ausgeschlossenes Extrem.“ Alles hängt vom Spiel der Luftmassen ab – und davon, welche Strömungen sich durchsetzen und ob der Polarwirbel noch ausbricht.

Im März könnte das Wetter zum Drama werden

Möglich sei auch, dass es immer wieder zu kürzeren Kältepeitschen kommt, die dann in „Frühlingsfenster“ übergehen. Das wäre ein Winter voller brutaler Kontraste – am Morgen Frost, am Nachmittag frühlingshafte Wärme, wobei sich die Werte „innerhalb weniger Stunden komplett drehen können“, sagt der Meteorologe.

Das könnte bedeuten: „Der Frühling kommt nicht gemütlich, sondern in Schüben, mit Rückschlägen, Graupelgewittern und vielleicht der einen oder anderen späten Schneebombe“, sagt Jung. Wird das Wetter also zur echten Drama-Queen?