Anfangs war der Juni noch viel zu kühl: Doch wenige, superheiße Tage reichten aus, um den Juni 2026 zum drittwärmsten Juni seit 1881 machten. Gerade macht die Hitze eine kleine Verschnaufpause – doch Meteorologe Dominik Jung droht schon mit dem nächsten Schreckensszenario. Denn der nächste Monat könnte die Hitze der vergangenen Tage noch mal toppen. Besonders eine Juli-Woche macht den Meterologen europaweit Sorge. Welche das ist und warum das so ist.
Nächste Woche schon wieder bis zu 37 Grad
Am Montag kündigte Dominik Jung bereits an, dass die Temperaturen in der nächsten Woche wieder hochknallen könnten. Bis auf 37 Grad, wie Prognosen des amerikanischen Wettermodells GFS anzeigen.
Inzwischen zeigt sich, dass die neue Hitze schneller als erwartet bei uns ankommen könnte. Schon am Samstag sind im Rhein-Main-Gebiet wieder bis zu 35 Grad möglich, während der Osten Deutschland sich da noch über einen angenehmen Sommertag (25 bis 27 Grad) freuen kann.
Nach einem Temperaturknick am Montag (19 bis 28 Grad) heizt sich Deutschland dann langsam wieder auf. Am Mittwoch sind flächendeckend wieder über 30 Grad möglich – von 30 Grad in Berlin und Brandenburg bis zu 37 Grad im Südwesten. Es bleibe aber noch die große Frage, ob da schon die große Hitze wieder bei uns reinschwappt, sagt Dominik Jung. Noch wären sich die Wettermodelle da unsicher.
Aber selbst, wenn wir in der kommenden Woche um die 40 Grad herum kommen sollten, kann keine Entwarnung gegeben werden. In einer neuen Wetter-Kolumne berichtet der Meteorologe von wetter.net davon, dass „die zweite Julihälfte zur neuen Hitzehölle“ werden könnte. Er warnt: „Der Juli wird in den Berechnungen sogar als das Wärmemaximum des gesamten Sommers gehandelt.“
Der Juli soll deutlich zu warm und zu trocken werden, 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt werden von europäischen und amerikanischen Wettermodellen kalkuliert. Der erste Hitzepeak: ab dem 10. bis 12. Juli.
Liegt Europa ab dem 20. Juli unter einer Hitzeglocke?
Wieder könnte sich ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa festsetzen und heiße Luft aus Nordafrika zu uns pumpen, schreibt Jung. Besonders für eine Juli-Woche sieht das europäische Wettermodell ECMWF eine extreme Gefahrenlage: die Woche vom 20. bis zum 27. Juli. Da könnte es in weiten Teilen Europas viel zu heiß werden, neue Gluttage drohen. Der Trend, der auf dieses Horrorszenario hindeutet, bleibt seit Tagen stabil.
Die besondere Gefahr: „Die entscheidende Frage ist jetzt, ob sich erneut eine Omega-Lage aufbaut, also ein blockierendes Hochdrucksystem, das die Hitze tagelang über Deutschland einschließt wie unter einem Topfdeckel“, erklärt Dominik Jung. Genau so eine Wetterlage hätte gerade für die „brutalste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen über Deutschland“ gesorgt.

Sehr warm wird es auf jeden Fall. Unklar sei nur noch, ob es sehr warm (33 bis 36 Grad) wird oder sehr heiß. Die Wahrscheinlichkeit für Wüstentage über 35 Grad steige aber ab Mitte Juli, erklärt der Experte von wetter.net.
Das ist es gut, dass wir in den nächsten Tagen alle etwas abkühlen können und die ausgedörrten Böden etwas Wasser von oben abbekommen.
Bis Freitag zeigt sich das Wetter ganz entspannt
Morgen kommt es laut wetter.net in der Osthälfte immer wieder zu kräftigen Schauern und Gewittern, lokal mit Unwettergefahr. Im Westen bleibt es freundlicher, nur einzelne Schauer sind möglich. Bei schwachem Nordwind liegen die Höchstwerte bei 16 Grad in Alpennähe und bis 30 Grad am Kaiserstuhl.




