Seit dem 9. Januar geht hier nichts mehr! Ein Wasserrohrbruch an einer Trinkwasserleitung auf dem Munsterdamm macht vielen Berlinern mächtig Ärger. Denn die Absperrung kurz vor einem wichtigen Knotenpunkt in Steglitz hat einen nervigen Umweg für alle Autofahrer zur Folge. Dabei sieht die Straße inzwischen eigentlich gänzlich repariert aus! Was ist hier bloß los?
Gute Nachrichten: Der Spuk ist heute endlich vorbei!
Bereits vergangene Woche ist das klaffende Loch auf dem Munsterdamm geflickt worden. Für einen Laien sieht die Straße repariert und befahrbar aus. Trotzdem wurde die Fahrbahn noch immer nicht freigegeben und die Absperrungen treiben die Autofahrer weiterhin in den Wahnsinn.

Der KURIER hat mal bei den Berliner Wasserbetrieben (BWB) nachgefragt, wie der aktuelle Stand auf dem Munsterdamm ist. Der Sprecher hat am Dienstagvormittag gute Nachrichten für uns: „Die Absperrungen werden aktuell abgebaut.“ Also sollte sich das Problem im Laufe des Tages endlich lösen!
Aber wieso hat das so lange gedauert? „Offensichtlich hat Tetris, die Absperrfirma, es nicht eher geschafft“, erklärt der BWB-Sprecher. Der Rohrschaden vom 9. Januar selbst sei schnell repariert worden. „Und wir hatten in der vergangenen Woche in dem relativ kurzen Lieferfenster der Asphaltwerke mit als Erste Glück, wieder Asphalt zu bekommen. Das war das Verdienst der von uns beauftragten Baufirma.“
Der BWB-Sprecher stellt klar: „Für das Absperren von Schadens- oder Baustellen sind in Berlin spezialisierte Absperrfirmen zuständig, nicht die Tief- oder Leitungsbaufirmen.“
Autofahrer düsen hier illegal in den Gegenverkehr
Es wird höchste Zeit, dass der Munsterdamm wieder freigegeben wird! Denn seit der Absperrung vor dem Immenweg kommt es zu einem ärgerlichen Phänomen. Viele Autofahrer wollen den rund fünf Minuten langen Umweg nicht in Kauf nehmen – eigentlich müssten sie wenden und über den Prellerweg ausweichen. Stattdessen fahren sie illegal in den Gegenverkehr auf dem Munsterdamm, um so an der Absperrung vorbei nach rechts in den Immenweg abbiegen zu können.
Das hat schon zu einigen brenzligen Situationen und Hupkonzerten geführt. Anwohner rufen immer wieder die Polizei, die dann für einige Stunden auf der Lauer liegt – um illegale Wendemanöver aufzunehmen und mitunter auch zu bestrafen. Doch obwohl es sogar weit vor der Absperrung auf dem Munsterdamm ein Schild gibt, wollen manche Berliner es einfach nicht lernen.





