Der 1. FC Union Berlin verliert beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim 1:3 (0:1) – und verpasst im Abstiegskampf der Bundesliga die nächsten Big Points. Während die Sorgen um den Klassenerhalt wachsen, sorgt ein 16-Jähriger für einen historischen eisernen Moment. Ein Debüt, das Hoffnung macht.
Früher Union-Schock statt Führung in Heidenheim
Union Berlin taumelt weiter. In Heidenheim lassen die Eisernen nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli die nächste große Chance liegen, einen wichtgen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Und das ausgerechnet gegen den Tabellenletzten der Bundesliga.

Dabei beginnt Union schwungvoll. Derrick Köhn hat nach zwei Minuten die Führung auf dem Fuß, verzieht frei vor dem Tor. Es bleibt jedoch die beste Chance für lange Zeit. Danach übernimmt Heidenheim das Kommando. Union wirkt passiv, verliert Zweikämpfe, kommt nicht ins Pressing. Die Quittung folgt schnell. Honsak trifft nach einer Flanke zur frühen Führung (9.).
Uion-Trainer Baumgart stapft in die Kabine
Union findet keine Antwort. Kein Tempo. Keine Tiefe. Trainer Steffen Baumgart steht an der Seitenlinie, schaut, denkt, ringt um Lösungen. Doch seine Mannschaft liefert sie nicht. Die Eisernen bleiben harmlos – und liegen nach Honsaks zweiten Streich mit 0:2 zurück (36.).

Während die Heidenheimer mit Ovationen in die Kabine verabschiedet werden, stapft Union-Coach Steffen Baumgart in Gedanken versunken vom Rasen. Das Problem: Nach der Pause ändert sich wenig. Union rennt an, aber ohne Wucht. Immer wieder fehlt der letzte Pass. Immer wieder ist ein Bein dazwischen, doch dann trifft Abwehrchef Leopold Querfeld zum Anschluss (75.).
Linus Güther schreibt Bundesliga-Geschichte
Doch die Hoffnung hält nicht lange. Heidenheim schlägt zurück, Siwsiwadse macht den Deckel drauf – 1:3. (79.).Union ist geschlagen. Wieder ein Spiel, in dem zu wenig kommt. Wieder ein Spiel, in dem es weh tut.
Und doch gibt es diesen einen Moment, der heraussticht. Die 84. Minute. Baumgart bringt Mega-Talent Linus Güther. 16 Jahre, drei Tage alt. Ein Wechsel, der Geschichte schreibt. Güther ist damit der zweitjüngste Spieler der Bundesliga-Historie. Nur Youssoufa Moukoko war noch jünger.


