Eiserne Probleme

Union Berlin lässt die große Chance liegen – jetzt wird es eng

Die Eisernen verpassen beim 1:1 gegen St. Pauli den Befreiungsschlag. Jetzt entscheidet sich der Klassenerhalt in zwei direkten Duellen.

Author - Sebastian Schmitt
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Enttäsuscht: Die Spieler des 1. FC Union Berlin konnten gegen den FC St. Pauli keinen Heimsieg feiern.
Enttäsuscht: Die Spieler des 1. FC Union Berlin konnten gegen den FC St. Pauli keinen Heimsieg feiern.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Union Berlin kämpft, Union arbeitet – aber Union trifft zu selten. Beim 1:1 (0:1) gegen den FC  St. Pauli verpassen die Eisernen die große Chance auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Statt Ruhe bleibt Druck. Und die Entscheidung wird vertagt.

Union Berlin fehlt auch gegen St. Pauli Wucht

Auch gegen St. Pauli zeigt sich das Problem, das sich durch die Saison zieht: Es fehlt die Wucht nach vorne. Viel Ballbesitz, viel Aufwand, viele Wege – aber zu wenig klare Torchancen.

Die Eisernen kommen ordentlich rein, pressen früh, sind präsent. Doch im letzten Drittel wird es zu selten gefährlich. Abschlüsse ja, echte Chancen kaum.

Union Berlin erspielt sich zu wenig Chancen

Und dann passiert das, was in solchen Spielen oft passiert. Ein Moment reicht. St. Pauli trifft mit einem Sonntagsschuss nach 25 Minuten– und Union läuft wieder hinterher.

Viel Kampf: Union Berlin und der FC St. Pauli schenken sich im Abstiegskampf der Bundesliga nichts.
Viel Kampf: Union Berlin und der FC St. Pauli schenken sich im Abstiegskampf der Bundesliga nichts.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Immerhin: Die Reaktion stimmt. Nach der Pause drückt Union, kommt über Standards zurück. Ilic trifft per Kopf zum 1:1 (52.). Doch mehr kommt nicht. Und genau das ist das Problem.

Union Berlin lässt gegen St. Pauli Big Points verpasst

Denn dieser Sieg lag auf dem Tisch. St. Pauli wackelt, Union hat die Kontrolle – aber nicht die Konsequenz. Ein Tor fehlt. Ein Treffer, der alles verändert hätte. Denn mit einem Sieg wäre Union dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen. Ruhe, Abstand, Luft zum Atmen.

Union-Stürmer Andrej Ilic jubelt über sein Tor zum 1:1 gegen den FC St. Pauli.
Union-Stürmer Andrej Ilic jubelt über sein Tor zum 1:1 gegen den FC St. Pauli.IMAGO/O.Behrendt

So bleibt es eng. Zu eng. Der Abstiegskampf ist nicht entschieden. Er lebt. Und er wird zur Nervenprobe. Jetzt richten sich alle Blicke auf die nächsten Spiele. Heidenheim. Wolfsburg. Letzter und Vorletzter. Zwei direkte Duelle, zwei Endspiele.

Auf Union Berlin warten Endspiele

Dann entscheidet sich alles. Union hat es in der eigenen Hand. Aber nur, wenn sie das größte Problem endlich lösen: Tore erzwingen, Spiele entscheiden. Sonst geht das Zittern noch weiter.