Der FC Bayern wird von den Schiedsrichtern bevorzugt. So war zumindest die Befürchtung von Horst Heldt, dem Geschäftsführer Sport des 1. FC Union Berlin, vor dem Spiel der Eisernen am Sonnabend (15.30 Uhr) bei den Münchnern. Trainer Steffen Baumgart sieht das anders und widerspricht seinem Chef.
Hoeneß: „Schlechteste Leistung eines Schiedsrichters“
Die Bayern waren sauer. Gleich zwei Spieler waren beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen vom Platz geflogen und die Bosse machten ihrem Ärger Luft. Uli Hoeneß etwa sprach von „der schlechtesten Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je erlebt habe“.

Horst Heldt hatte sich gegenüber Sky darüber beschwert: Er sah eine mögliche Einschüchterung des nächsten Schiedsrichtergespanns – das am Sonnabend Unions Gastspiel in München leiten wird. Steffen Baumgart jedoch widersprach Heldt am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Duell.
Baumgart: „Nein, da gehe ich nicht mit“
Heldts Worte waren: „Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel – ja, Prost Mahlzeit – die haben es nicht einfach. Weil natürlich jede Situation ganz genau beäugt wird und begleitet wird. Und das ist nicht in Ordnung.“
Ob er bei den Befürchtungen seines Chefs mitgehe, wurde Baumgart gefragt, der kurzerhand antwortete: „Nein, da gehe ich nicht mit“.
Patrick Ittrich pfeift Bayern gegen Union
Patrick Ittrich wird das Spiel am kommenden Sonnabend (15:30 Uhr) in der Allianz-Arena leiten. Ob er die Aussagen überhaupt verfolgt hat? Baumgart hatte daran Zweifel: „Ich bin mir relativ sicher, dass wir Schiedsrichter haben, die nicht jede Medienrunde sehen und nicht daraus ein Thema machen werden.“
Also viel Lärm um nichts? Baumgart zumindest schien unbesorgt zu sein. „Das wird ein vernünftiges Spiel mit einer vernünftigen Leitung“, sagte er und weiter: „Deswegen gehen wir dahin und freuen uns auf den Kampf.“



