Leopold Querfeld steht vor einem echten Charaktertest. Am Freitag kommt Eintracht Frankfurt in die Alte Försterei – ein Spiel, das für den 1. FC Union Berlin richtungsweisend werden kann. Und mittendrin steht ausgerechnet jener Mann, der mit 22 Jahren längst Abwehrchef ist, Verantwortung übernimmt – und dennoch mit seinen Elfmeter-Patzern Schlagzeilen macht.
Die Szene wirkt noch nach. Schon wieder ein Strafstoß, schon wieder ein Gegentor, schon wieder ein Moment, der ein Spiel kippt. Doch der Hoffenheim-Horror wird zum Treibstoff für das, was am Freitag passieren muss.
Querfeld trägt die Abwehr – und die Hypothek seiner Fehler
Querfeld ist Abwehrchef. Ohne großes Theater. Ohne Ausreden. In allen 20 Pflichtspielen stand er über die volle Distanz auf dem Platz, hält neben Diogo Leite und Danilho Doekhi das Zentrum zusammen, organisiert, schiebt, führt. Trainer Steffen Baumgart vertraut ihm bedingungslos – und dieses Vertrauen spürt man.

Doch drei verschuldete Elfmeter in einer Saison sind eine Hypothek, die ein Abwehrboss abwerfen muss. Gegen Hoffenheim, in Frankfurt, in Hoffenheim: Die Liste ist da. Aber sie erzählt nur die halbe Geschichte.
Warum Union trotzdem voll auf Querfeld setzt
Querfeld bringt Union das, was Baumgart braucht: Mut. Tiefe. Risiko. Seine Diagonalbälle sind Waffen, sein Spielaufbau ein Motor. Er überspielt Linien, öffnet Räume, sorgt für Tempo – etwas, das gegen Frankfurt enorm wichtig wird.
Das Gute: Querfeld besitzt für sein Alter verdammt viel Reife.
Verantwortung statt Ausreden: Querfelds Ansage vor dem Topspiel
Entsprechend geht Querfeld auch mit dem jüngst verursachten Elfmeter um. Nach dem Hoffenheim-Horror steht er für seinen Fehler gerade und übernimmt auch abseits des Balls Verantwortung. „Ich muss und werde daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.“



