Fertig machen zum Abheben: So feierte Marius Bülter zu Union-Zeiten seine ersten beiden Bundesligatreffer – beide erzielt gegen Dortmund. imago/Beautiful Sports

Union gegen den BVB – eine bisher immer klare Angelegenheit. Für die Köpenicker. Zwei Auftritte hatte Dortmund in der Alten Försterei in der Bundesliga. Beide Male triumphierte der 1. FC Union. Und jetzt kommt’s – jeweils ohne Max Kruse! Wer wüsste das besser als Marius Bülter, der heute beim Erzrivalen der Schwarz-Gelben, bei Schalke 04, um die Rückkehr mit den Königsblauen in die Bundesliga kämpft.

Bei Unions BVB-Sieg ging Bülters Stern auf

In der ersten Bundesligasaison der Eisernen ging der Stern von Bülter auf. Beim 3:1 gegen den aktuellen Bundesligazweiten schoss er im August 2019 den BVB mit einem Doppelpack quasi im Alleingang ab. Die Alte Försterei stand Kopf. Es war der erste Bundesligasieg in der Geschichte der Eisernen. Gefeiert von über 20.000 Fans in einer wunderbaren Vor-Corona-Zeit. Und die Bilder, wie Bülter mit weit ausgestreckten Armen fast wie zum Flug abhebt, zaubern auch heute noch Erpelpelle auf die Arme eines jeden Eisernen.

Auch im Jahr danach, als Youssoufa Moukoko vier Wochen nach seinem 16. Geburtstag beim BVB zum jüngsten Bundesliga-Torschützen der Bundesligageschichte avancierte, war Bülti mit dabei, auch wenn er beim 2:1 nicht als Torschütze in Erscheinung trat. Für die Buden sorgten seinerzeit Taiwo Awoniyi und Marvin Friedrich.

Bülter bildet Duo mit Terodde

Bülti, der auch heute noch seine Kontakte nach Köpenick pflegt und den Weg der Eisernen in der Bundesliga aus der Ferne weiter mitverfolgt („Die machen einfach sehr viel Spaß“), hat die beiden Kicks natürlich immer noch vor seinem geistigen Auge. „Logisch, daran erinnert man sich immer gerne zurück. War ja ein besonderer Moment für mich und Union“, meinte der 1,88 m große Linksaußen, der mit den Königsblauen um die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus kämpft. Der ist für Schalke nach schwachem Saisonstart absolut drin, egal wie eng es im Bundesliga-Unterbau zugeht.

Und Bülter hat mit seinen sechs Toren und neun Assists einen großen Anteil daran, dass die Knappen wieder mächtig am Tor zur Bundesliga rütteln. „Es wird zwar bis zum Schluss eng bleiben, aber wir tun alles für den Aufstieg“, so Bülter.

Bülter vermisst Berlin

Doch zurück zu den Eisernen. Kann Union diesen Coup gegen den BVB (Sonntag, 15.30 Uhr, Dazn) wiederholen? „Absolut“, meinte der 28-Jährige und meinte das nicht als Schalker, um den gerade in der Liga schwächelnden Erzrivalen zu ärgern. „So konstant wie sie in dieser Saison unterwegs sind. Das geht auch ohne Max Kruse, obwohl sein Wechsel natürlich ein Verlust ist“, meinte der aus Ibbenbüren stammende Angreifer, der sich mit Ex-Union-Star Simon Terodde blendend versteht.

„Mit Simon habe ich mich viel über Union unterhalten, auch wenn er gefühlt vor zehn Jahren aus Berlin weggegangen ist. Über Union und die Stadt“, so Bülter. Die vermisst er immer noch. Selbst wenn er sich auf Schalke pudelwohl fühlt.

Auswirkungen hat das auch heute noch. Kleinstädte sind nicht mehr sein Ding. Er und seine Freundin Theresa  wohnen nicht in Gelsenkirchen, sondern sind lieber nach Düsseldorf gezogen. „Wenn man einmal Großstadtflair geleckt hat, kommt man davon schlecht wieder los“, so Bülter mit einem Lachen. Aber Grün muss trotzdem in der Nähe sein. Der Wuffel muss ja auch mal vor die Tür.

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