Die Welt fiebert seit die Fußball-WM 2026 begonnen hat. Millionen Fans freuen sich auf große Spiele und den vielleicht fünften WM-Sieg, den Deutschland mit nach Hause bringt. Doch einer sieht die Entwicklung des Weltfußballs mit gemischten Gefühlen: Musiker Rea Garvey rechnet mit der FIFA ab.
Die Fußball-WM wird Rea Garvey zu elitär
„Ich liebe guten Fußball. Dabei geht es für mich nicht unbedingt um einen bestimmten Verein. Es können zwei beliebige Mannschaften sein – entscheidend ist, dass beide unbedingt gewinnen wollen. Dann entsteht etwas Besonderes“, sagt Garvey im Gespräch mit dem Berliner KURIER.

Doch genau dieses besondere Erlebnis drohe für viele Menschen verloren zu gehen. Der Musiker findet klare Worte: „Fußball ist ein Weltsport, der Menschen verbindet. Er gehört nicht einer Region oder einem Land, sondern allen. Genau deshalb sollte er niemals elitär werden. Wenn Tickets Tausende Euro kosten, verlieren echte Fans die Möglichkeit, Teil dieses Erlebnisses zu sein. Das widerspricht dem Geist des Fußballs.“ Recht hat er!
Eine deutliche Spitze gegen die Entwicklung rund um die FIFA und ihre Mega-Turniere. Gerade mit Blick auf die laufende Fußball-WM wird immer wieder über hohe Ticketpreise und die Kosten für Fans diskutiert. Hinzukommen Flug-, Bahn-, Hotel- und Essenskosten.
Garvey zieht eine spannende Parallele zwischen Fußball und Musik. Beides könne Menschen zusammenbringen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Kultur. Genau diese Erfahrung habe er auch bei seiner neuen ZDF-Show „Song Trip“ (ab dem 29. Juni 2026, um 10.00 Uhr in der ZDF-Mediathek) gemacht.
Rea Garvey begeistert in neuer ZDF-Show
Darin reist der gebürtige Ire in das Siedlungsgebiet der Sámi im Norden Finnlands und Norwegens. Dort taucht er in die Kultur des indigenen Volkes ein, lernt den traditionellen Joik-Gesang kennen und entwickelt gemeinsam mit lokalen Musikern eine neue Version seines Songs „Halo“.
„Was mich besonders begeistert hat, war die enge Verbindung der Sámi zur Natur – diese gelebte Koexistenz. Auch ihre Tracht hat mich beeindruckt: Sie ist unverwechselbar und wird nicht nur zu besonderen Anlässen getragen, sondern ist Teil ihres Alltags und ihrer Identität. Und natürlich ihre Musik – sie trägt einen einfach mit“, so der TV-Star.

Garvey erkannte dabei überraschend viele Gemeinsamkeiten mit seiner eigenen Heimat Irland. „Ich habe das Gefühl, dass die Sámi um ihre Existenz und ihre kulturelle Identität kämpfen. Als Ire kann ich das gut nachvollziehen. Auch wir kennen das Gefühl, mit Grenzen leben zu müssen, die historisch oder politisch entstanden sind, sich aber nicht immer natürlich anfühlen. Deshalb habe ich Sápmi schnell ins Herz geschlossen – weil ich viele Parallelen zu meiner eigenen Heimat erkannt habe.“
Musiker Rea Garvey ist ein Wahl-Ossi
Musik sei für ihn weit mehr als Unterhaltung – sie stifte Identität und schaffe Verbundenheit. „Seit ich in Deutschland lebe, habe ich erlebt, wie sich Musik immer wieder verändert.“ Garvey freut sich, dass er aus einem Land kommt, in der Musik sogar die Identität prägt.



