Die Herzen der „Polizeiruf 110“-Fans bluteten. Nach nur drei Folgen setzte der MDR den Halle-Krimi wieder ab. Die Wut war groß und manche Zuschauer warfen sogar Ost-Diskriminierung in den Raum.
MDR liefert zahlreiche Ost-Formate
KURIER-Leser Edgar K. wurde deutlich und schrieb, nachdem der letzte Teil der Trilogie lief: „Ist doch klar, alles, was nach dem Osten oder der ehemaligen DDR riecht, muss abgeschafft werden. Die Diskriminierung nimmt kein Ende. So wird das nichts mit der ‚deutschen Einheit‘.“
Edgar K. ist nur einer von vielen Personen, die das Halle-Aus schockiert. Der MDR nimmt sich der Kritik an. Auf KURIER-Anfrage betont der Sender, dass zahlreiche Krimis und Sendungen mit Ost-Bezug im Fernsehen zu sehen sind.
Ein MDR-Sprecher zum KURIER: „Selbstverständlich sind dem MDR die Perspektiven und Geschichten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unverändert wichtig. Der MDR produziert z. B. das ARD-Mittagsmagazin aus Leipzig, liefert viele Beiträge für Tagesschau und Tagesthemen zu, außerdem Dokumentationen, und wir produzieren die Sachsenklinik ‚In aller Freundschaft‘ sowie ‚Brisant‘ für die ARD von hier.“

Der MDR betont, dass der Sender mit „Polizeiruf Magdeburg“ und „Tatort Dresden“ seit vielen Jahren zwei weitere sehr beliebte Formate habe, sowie die „Wolfsland“-Reihe aus Görlitz. Die neuen „Wolfsland“-Folgen 17 („Muttermord“) und 18 („Das Lied der Tochter“) sind bis Oktober 2025 in Görlitz und Umgebung gedreht worden und stehen noch vor ihrer Ausstrahlung.
„Wir können auch die Reaktionen nachvollziehen, die das Ende der Trilogie bedauern. Auch darin erkennen wir eine große Wertschätzung für das Format, die uns sehr freut. Allerdings bleibt es zunächst dabei, dass wir Halle nicht fortführen“, heißt es weiter.



