Optisch sehen sich Mark Forster (43) und Krom (31) verblüffend ähnlich, aber die Musik unterscheidet sie komplett. Krom (bürgerlich Simon) kommt aus Hoyerswerda und ist der neue Newcomer-Rapper aus Ostdeutschland.
Sein Künstlername kommt aus dem Periodensystem
Die Musik liegt ihm im Blut. Sowohl Kroms Eltern als auch seine vier Geschwister spielen ein Instrument. Er selbst fand seinen musikalischen Start schon zu Schulzeiten in einer Band.
Ausgerechnet durch das Periodensystem im Chemieunterricht ist der Rapper auf seinen heutigen Künstlernamen gekommen. „Da steht an 24. Stelle das Element Chromium. Und das fand ich irgendwie ganz geil und dann ist es Krom geworden“, erzählt er im Interview mit dem Berliner KURIER.
Seit vielen Jahren steht der eigentliche Radio-Moderator auch bei Rap-Battles auf der Bühne. Heimste schon bei „Rap am Mittwoch“ den Award für Newcomer ein, den zuvor schon Stars wie Capital Bra (31) oder Finch (35) gewannen.
Seine Fans kommen überwiegend aus Ostdeutschland. Der Rapper: „Ich merke, dass ich für die Menschen eine Identifikationsfigur bin. Deswegen freuen sich die Leute umso mehr, wenn sich einer auch mal hinstellt und sagt: ‚Ey, das ist meine Ecke und ich rappe für euch‘.“
Als Ostdeutscher kämpft Krom, gerade bei seinen Rap-Battles, häufig mit Vorurteilen: „Da stehen Leute und sagen: ‚Ey, der Ossi, mach mal die Mauer wieder hoch.‘“ Der Rapper sieht sich als Gegenpol solcher Vorurteile. „Du kannst ja nicht immer alle über einen Kamm scheren.“
Mit Cottbus-Song erfüllt sich Krom seinen Lebenstraum
Vor wenigen Wochen erfüllte sich der größte Traum des jungen Rap-Stars. Für seinen Lieblingsverein Energie Cottbus hat Krom den Song „Rausch“ geschrieben und im Stadion mit den Spielern das Musikvideo dazu gedreht.

Grund für den Song war eine Anfrage des Fußballvereins an den Künstler. Energie Cottbus wünschte sich einen Jubiläumssong zu seinem 60-jährigen Bestehen.
„Das war wirklich mein Lebenstraum. Aber das Projekt war auch voller Druck. Nicht nur gegenüber zigtausenden Menschen, die diesen Verein lieben, sondern auch gegenüber mir selbst. Du willst natürlich etwas schaffen, das nachhaltig auch angehört wird“, schwärmt Krom.
Vor zwei Wochen lief der Song zum ersten Mal im Stadion. „Ich hatte Gänsehaut“, so der Künstler zum KURIER. Das Musikvideo dazu ist auf YouTube zu sehen.
Um den öffentlichen Erfolg geht es dem Musiker dabei aber nicht. „Ich habe in meinem Leben mit der Musik alles schon erreicht, was ich erreichen wollte und was ich mir gar nicht erträumt hätte. Ich habe meine erste eigene Tour gespielt und nur durch die Musik konnte ich meine BAföG-Schulden zurückzahlen“, erzählt Krom.
Als Radio-Moderator hat der Rapper ein festes monatliches Einkommen, deshalb spendet Krom, wie er erzählt, Teile seiner Gagen sogar an den Tierschutz und humanitäre Hilfen in Kriegsgebieten.



