Untersuchung beim LKA

Ex-Bushido-Personenschützer hat heimliche Beziehung mit Schutzperson

Ein LKA-Beamter soll heimlich eine Liebesbeziehung zu einer Schutzperson führen. Jetzt droht ihm der Rauswurf.

Author - Stefan Henseke
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Wieder gibt es Ärger in der LKA-Einheit von Rapper Bushido.
Wieder gibt es Ärger in der LKA-Einheit von Rapper Bushido.Clemens Niehaus/imago

Wieder Ärger um die LKA-Abteilung von Rap-Star Bushido (47). Ein ehemaliger Personenschützer des Rappers soll eine heimliche Liebesbeziehung mit der Verwandten einer vietnamesischen Waffenhändlerin haben.

Nächster Skandal um Bushido-Schützer

Erneut gibt es Wirbel in der Polizei-Abteilung, die auch Rapper Bushido und seine Familie in der Vergangenheit schützten. So soll nach Bild-Infos einer der Personenschützer mit einer Verwandten der vietnamesischen Waffenhändlerin Nguyen T. (56) eine Liebesbeziehung angefangen haben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, solle von ihm im familiären Umfeld der Vietnamesin bereits als „Schwiegersohn“ gesprochen worden sein.

Nguyen T., einst eine vermögende Spitzenmanagerin in Vietnam, soll an verdeckten Geschäften mit Panzern, Raketen und Drohnen Geld verdient haben und noch immer Zugriff auf ein Vermögen haben. Heute befindet sie sich auf der Flucht und gilt in internationalen Waffenhandelskreisen als einflussreiche Insiderin.

Angeblich soll auch der LKA-Beamte vom Vermögen der Familie profitiert haben. Die heimliche Liebesbeziehung soll im Kollegenkreis bekannt gewesen sein, vor den Vorgesetzten wurde sie geheim gehalten. Außerdem wird nun geprüft, welche privaten Aufgaben (wie Fahrten für Gäste der Familie) unternommen wurden.

Symbolfoto: Beim Bushido-Prozess in Berlin waren immer auch Bushidos Personenschützer vom LKA vor dem Saal.
Symbolfoto: Beim Bushido-Prozess in Berlin waren immer auch Bushidos Personenschützer vom LKA vor dem Saal.Pressefoto Wagner

Personenschützer droht Rauswurf

Brisant: Erst nach einer Anfrage der Bild-Zeitung, wurde die Polizeiführung auf den Fall aufmerksam und leitete eine Untersuchung ein, in der eine Beziehung bestätigt wurde. „Bis zu Ihrer Anfrage lagen dem LKA Berlin keine Erkenntnisse zu privaten Beziehungen zwischen Personenschützenden und Schutzpersonen oder deren Angehörigen vor“, so Polizeisprecher Florian Nath zu der Zeitung.

Sofern der Personenschützer die Beziehung bewusst vor der Polizeiführung verschwiegen haben soll „sind Disziplinarmaßnahmen zu prüfen“. Heißt auch: Der Betroffene könnte seinen Job verlieren.

Arafat Abou-Chaker (l.) und Bushido hatten vor Jahren ein Zerwürfnis, das vor Gericht landete.
Arafat Abou-Chaker (l.) und Bushido hatten vor Jahren ein Zerwürfnis, das vor Gericht landete.imago Stock & People

Genehmigung für Privatarbeit muss vorliegen

Der LKA-Mann solle dann „zukünftig nicht mehr im LKA 6 verwendet werden. Private Beziehungen zwischen Personenschützenden und Schutzpersonen verletzen die zu erwartende professionelle Distanz der Personenschützenden und beeinträchtigen die Integrität des Personenschutzes insgesamt“, so Nath weiter.

Erst im Oktober gab es den ersten Skandal in der Bushido-Einheit. Zwei LKA-Beamte arbeiteten privat als Schutzpersonen für den Rapper und seine Familie – das ist klar verboten, sofern keine Genehmigung vorliegt.

Rapper Bushido war für eine Stellungnahme bis zum Nachmittag nicht zu erreichen.

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