Der Soulsänger Xavier Naidoo wagte gerade erst sein Bühnencomeback, gab unter anderem zwei Konzerte in der Uber Arena in Berlin, nachdem sein Ruf wegen Schwurbeleien und anti‑semitischen Aussagen einen ordentlichen Knacks bekommen hatte. Doch er kann es einfach nicht lassen.
Xavier Naidoo wieder tief in Verschwörungstheorien
Xavier Naidoo ist zurück in der Szene der Verschwörungstheoretiker. Am Dienstag wurde das ehemalige Mitglied der Söhne Mannheims bei einer Demo vor dem Kanzleramt gesichtet. Hierbei handelte es sich eigentlich um eine Versammlung, zu der Frauen aufgerufen hatten, die in Deutschland Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind.
Doch Naidoo nutzte die Bühne vor allem für Ausfälle gegen Politiker und Prominente, die in den sogenannten Epstein-Files auftauchen. Das zeigen mehrere Videos auf der Plattform X von der Demo. Wörtlich nannte Naidoo diese „Kinderfresser“ und „Dämonen“.
#Xavier's Entschuldigung 04/2022: "Habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe. Und dass ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe". 🤡#Naidoo am 17.2.2026 in Berlin über Menschenfresser u. Kannibalismus.
— Magie & Hexerei (@magieundhexerei) February 18, 2026
Jetzt brauche ich ne Tüte Lays-Chips. 🤣 pic.twitter.com/zJqLCbM1lU
Seine Wortwahl ließ viele Anwesende irritiert zurück. Naidoo erklärte weiter, den Menschen, die „selber Kannibalen sind“, sei es wichtig, dass „wir alle Kannibalen werden, damit wir alle in die Hölle runterfahren“. Seiner Überzeugung nach hätte „jeder von uns schon unwissentlich Menschenfleisch gefressen“.
Naidoo fordert Merz zum Gespräch auf
Eine konkrete Erklärung, worauf er sich mit diesen drastischen Formulierungen stützte, blieb Naidoo allerdings schuldig. Die von der US-Regierung veröffentlichten Akten zum Fall Jeffrey Epstein belegen vor allem systematischen Kindesmissbrauch, Hinweise auf Kannibalismus finden sich darin nicht.

Dass Naidoo keinerlei Belege nannte, überrascht Kenner seiner jüngeren öffentlichen Auftritte wohl nicht. Seit Jahren verbindet er seinen Glauben, seine Weltanschauung und politische Deutungsmuster immer wieder zu einem schwer nachvollziehbaren Mix.
Somit dürfte Kanzler Friedrich Merz (CDU) Naidoos Aufforderung zum Gespräch über die Epstein-Akten wohl auch nicht nachkommen.




