Genuss-Rezept fürs Grillen

Wippraer Käsesalat von Kurt Drummer: So haben Sie Kartoffelsalat noch nie gegessen!

Kartoffelsalat neu gedacht: Der Wippraer Käsesalat aus der DDR kombiniert Harzer Käse, Bohnen und Speck zu einem besonderen Geschmackserlebnis.

Author - Florian Thalmann
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Wippraer Käsesalat schmeckt einfach genial: Der Kartoffelsalat ist durch den Käse wesentlich deftiger als andere Sorten, eignet sich perfekt zum Grillen.
Wippraer Käsesalat schmeckt einfach genial: Der Kartoffelsalat ist durch den Käse wesentlich deftiger als andere Sorten, eignet sich perfekt zum Grillen.Illustration: Berliner KURIER

Was erwarten Sie, wenn Sie den Begriff Käsesalat hören? Sicher denken die meisten in dem Zusammenhang an leckeren Feinkostsalat auf Basis von Käse. Doch dieses Rezept aus der Feder von DDR-Fernsehkoch Kurt Drummer ist etwas ganz anderes! Denn obwohl dieses Gericht Wippraer Käsesalat heißt, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Art Kartoffelsalat. Das Feinschmecker-Gericht setzt auf Harzer Käse, grüne Bohnen und Speck – und bringt Ihnen einen Kartoffelsalat auf den Tisch, wie Sie ihn garantiert noch nie gegessen haben. Wir verraten Ihnen, wie das Rezept geht und warum Sie den Wippraer Käsesalat unbedingt einmal probieren sollten.

Was ist Wippraer Käsesalat und was steckt darin?

Der Wippraer Käsesalat ist eine regionale Spezialität, die aus der Region rund um Wippra stammt. Der Kurort gehört zur Stadt Sangerhausen in Sachsen-Anhalt – und damit zur Harz-Region. Kein Wunder, dass sich in diesem Käsesalat Harzer Käse findet! Hinein kommen außerdem grüne Bohnen, Zwiebeln, Speck und Pellkartoffeln.

Das besondere Aroma bringt hier die Art der Zubereitung: Während die meisten Kartoffelsalate kalt zubereitet werden, die Zutaten also nur geschnitten und mit Salatsoße vermengt werden müssen, werden beim Wippraer Käsesalat beispielsweise Zwiebeln und Speck knusprig angebraten. Angemacht wir der Wippraer Käsesalat unter anderem mit würziger Brühe. Wie es geht? Hier ist das leckere Rezept.

Zutaten für Wippraer Käsesalat

Sie brauchen: 500 g Pellkartoffeln, 250 g Harzer Käse, 300 g grüne Bohnen, 2 große Zwiebeln, 100 g Speck, 125 ml Brühe, 1 Eigelb, 2 EL Essig, 2 EL Senf, 1 EL Öl, 1 Bund frische Petersilie, Salz und Pfeffer

Zubereitung: So machen Sie frischen Wippraer Käsesalat

Die fertigen Pellkartoffeln für den Wippraer Käsesalat schneiden Sie in kleine Stücke – so, wie Sie sie von der Größe her im Kartoffelsalat am liebsten mögen. Auch der Harzer Käse wird in Würfel geschnitten. Die grünen Bohnen werden geputzt und in Stücke geschnitten, dann in gesalzenem Wasser kurz gar gekocht. Nun kommen Kartoffeln, Käse und Bohnen in eine Schüssel und werden gut miteinander vermengt.

Kurt Drummer stand im Laufe seiner Karriere in vielen Küchen am Herd. Seine Rezepte hat er auch in Kochbüchern verewigt, darunter auch den Wippraer Käsesalat.
Kurt Drummer stand im Laufe seiner Karriere in vielen Küchen am Herd. Seine Rezepte hat er auch in Kochbüchern verewigt, darunter auch den Wippraer Käsesalat.Wolfgang Schmidt/imago

Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in kleine Würfel. Auch der Speck wird gewürfelt. Lassen Sie nun den Speck in einer Pfanne aus und geben Sie, wenn er schon leicht knusprig wird, die Zwiebeln hinein. Alles zusammen etwas anrösten, bis es schön Farbe angenommen hat. Geben Sie die Mischung dann zu den übrigen Salatzutaten des Wippraer Käsesalats und würzen Sie alles mit Salz und Pfeffer.

Nun geht es an die Soße für den Wippraer Käsesalat: Verrühren Sie das Eigelb zügig mit der warmen Fleischbrühe – es dürfen sich keine Klumpen bilden. Verwenden Sie also am besten einen Schneebesen. Rühren Sie Öl, Essig und Senf hinein. Dann waschen Sie die Petersilie, schütteln Sie sie trocken und hacken Sie sie fein. Sie kommt zum Dressing und wird gut untergerührt.

Geben sie die Soße noch lauwarm über den Salat, decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn am besten für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank gründlich ziehen. Dann wird der Wippraer Käsesalat noch einmal durchgerührt, nach Belieben mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und serviert. Er passt gut zu Fleischgerichten, kann aber auch einfach so genossen werden. Guten Appetit!