Das Sommer-Rezept

Kennen Sie noch die „Kleine Puddingleckerei“? Kurt Drummer machte sie zum DDR-Klassiker

Kurt Drummers DDR-Kultrezept begeistert bis heute: So gelingt die „Kleine Puddingleckerei“ mit Pudding, frischen Früchten und Butterkeksen.

Author - Stefan Henseke
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Kekse, Pudding und Erbeeren werden übereinander geschichtet: In flachen, breiten Gläsern kann die "Kleine Puddingleckerei" von Kurt Drummer sehr schön angerichtet werden.
Kekse, Pudding und Erbeeren werden übereinander geschichtet: In flachen, breiten Gläsern kann die "Kleine Puddingleckerei" von Kurt Drummer sehr schön angerichtet werden.Illustration: Berliner KURIER

Der legendäre DDR-Fernsehkoch Kurt Drummer war ein großer Fan süßer Leckereien. Er schwärmte für Palatschinken, Salzburger Nockerln und böhmische Mohnhörnchen. Seine besondere Leidenschaft galt jedoch Cremes und Puddings. Eines seiner beliebtesten Rezepte erfand Drummer bereits in den 60er-Jahren für seine TV-Sendung „Der Fernsehkoch empfiehlt“: die „Kleine Puddingleckerei“. Das einfache Kultrezept begeisterte damals unzählige Kinder – und schmeckt bis heute. Hier verraten wir Schritt für Schritt, wie Sie den süßen DDR-Klassiker ganz einfach zu Hause nachmachen.

Mit Erdbeeren: Die „Kleine Puddingleckerei“ passt perfekt zum Sommer

Wer in der DDR aufwuchs, erinnert sich auch an die süßen Klassiker aus Omas Küche. Auch meine Oma konnte diese gut. Einer, der diese Desserts wie kaum ein anderer aufnahm, variierte und populär machte, war Fernsehkoch Kurt Drummer. In seinen Fernsehsendungen zeigte er, dass auch mit einfachen Zutaten köstliche Nachspeisen gelingen können – unkompliziert und natürlich mit viel Liebe zubereitet.

Die „Kleine Puddingleckerei“ ist dafür ein gutes Beispiel. Das Rezept stammt aus den 60ern und vereint alles, was ein typisches DDR-Dessert ausmacht: cremigen Pudding, fruchtige Frische und knusprige Kekse. Gespart wurde dabei nicht am Zucker. Das machte den Nachtisch für viele Kinder zum absoluten Höhepunkt nach dem Mittagessen.

Bis heute hat das Kultrezept nichts von seinem Charme verloren. Im Gegenteil: Gerade im Sommer sorgt die Kombination aus gekühltem Pudding und frischen Erdbeeren, Himbeeren oder anderen Früchten für eine herrlich leichte Erfrischung.

Gleichzeitig lässt sich die „Kleine Puddingleckerei“ ganz nach dem eigenen Geschmack verändern. Ob Vanille-, Zitronen-, Erdbeer- oder Himbeerpudding, ob Beeren, Kirschen oder Pfirsiche – nahezu jede Kombination funktioniert. Auch gehackte Mandeln oder Nüsse verleihen dem Dessert eine besondere Note.

Ganz im Sinne von Kurt Drummer muss dabei nichts verschwendet werden. Statt Butterkeksen können auch Kuchen- oder Gebäckreste verarbeitet werden. Genau diese Mischung aus Kreativität, Bodenständigkeit und Genuss macht die „Kleine Puddingleckerei“ bis heute zu einem echten DDR-Klassiker, der auch einer neuen Generation garantiert schmecken dürfte.

Die Zutaten: Das gehört in die „Kleine Puddingleckerei“

1 Päckchen Puddingpulver (Zitronen-, Vanille-, Himbeer- oder Erdbeergeschmack)

1/2 Liter Milch

250 g beliebiges Obst (jetzt passen perfekt Erdbeeren oder Himbeeren)

40 bis 50 g Zucker

6 bis 8 Butterkekse

1 Prise Salz

So wird Kurt Dummers Puddingleckerei wirklich lecker

Schritt 1: Aus Puddingpulver, Milch, Zucker und einer Prise Salz wird nach Vorschrift ein Pudding zubereitet.

Schritt 2: Portionschälchen füllt man schichtweise mit Pudding, Butterkesen und vorher gedünsteten, gut abgetropften Früchten. Beerenobst kann auch frisch verwendet werden. Wichtig: Die oberste Schicht sollte Pudding sein.

Schritt 3: Die Schälchen werden im Kühlschrank für mindestens eine  Stunde kaltgestellt. Nach dem Erstarren verziert das Ganze mit Obst und serviert sie mit Fruchtsaft oder -sirup.

Die kleine Puddingleckerei kann auch in einer flachen Schüssel angerichtet werden. Diese wird dann gestürzt und das Dessert wie ein Kuchen serviert.
Die kleine Puddingleckerei kann auch in einer flachen Schüssel angerichtet werden. Diese wird dann gestürzt und das Dessert wie ein Kuchen serviert.Illustration: Berliner KURIER

Optisch nette Alternative: Auch eine kalt ausgespülte, flache Schüssel eignet sich zum Einschichten der Süßspeise, erklärte damals Kurt Drummer. Nach dem Auskühlen wird hier der Pudding gestürzt, in Portionsstücke geteilt und auf kleinen Teller nett angerichtet.

Idee zum Verfeinern: Die Puddingmasse kann noch mit einem Ei oder mit gehackten Nüssen bzw. Mandeln verfeinert werden. Und: Die einzelnen Schichten lassen sich durch verschiedene Pudding- und Obstsorten beliebig verwandeln.

Kurt Drummers Tipp: Anstelle der Butterkeks können auch Reste von Kuchen oder Gebäck verwendet werden.