Die Bratstulle ist ein wirklich einfaches Gericht, das in vielen Haushalten in Deutschland regelmäßig auf den Tisch kommt – doch manchmal staunen wir in unserer Redaktion, wie viele Erinnerungen gerade ein so einfaches Rezept doch wecken kann. Erst vor ein paar Wochen veröffentlichten wir hier eine Anleitung für die Zubereitung der perfekten Bratstulle. Doch unsere Leser wissen natürlich, dass es noch besser geht! Wir haben mehrere tolle Tricks per Mail bekommen, die Omas einfache Bratstulle auf ein ganz neues Level heben. Probieren Sie es mal aus!
Bratstulle ist ein Klassiker aus Omas Zeiten
Eigentlich gibt es nichts Einfacheres als eine klassische Bratstulle. Für das Rezept, das schon Oma liebte, braucht es nichts weiter als eine Scheibe Brot, etwas Butter und Zutaten nach Wahl. Das Brot wird in einer Pfanne einfach in der Butter angebraten und dann verfeinert.
Man kann die Bratstulle beispielsweise einfach nur mit grobem Salz bestreut servieren, mit einer einfachen Champignonpfanne anrichten oder sogar als süßes Brot mit Zucker und Zimt bestreut servieren.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das wissen auch unsere Leserinnen und Leser: Sie haben uns gleich mehrere Tricks geschickt, die die Bratstulle noch besser machen.
Wir verraten Ihnen an dieser Stelle deshalb noch einmal das Grundrezept für Ihr Abendbrot und im Anschluss die Tipps und Tricks unserer Leser. Genießen Sie doch mal wieder eine echte Bratstulle, ein Rezept, in dem ganz viel Liebe und Geborgenheit steckt!

Rezept für Omas klassische Bratstulle mit Butter und Salz
Zutaten für Bratstulle:
2 Scheiben Brot
1 TL Butter
etwas Salz
Die einfache Zubereitung: Für die klassische DDR-Bratstulle wird das Brot in etwa fingerdicke Scheiben geschnitten. Anschließend etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotscheiben bei mittlerer Temperatur von beiden Seiten goldbraun anrösten. Sobald die Butter eingezogen ist und das Brot eine schön knusprige Kruste bekommen hat, die Stullen aus der Pfanne nehmen, leicht salzen und am besten noch warm servieren.

Bratstulle mit Spiegelei: So geht „Bemme mit Loch“
Dass es noch etwas pfiffiger geht als in unserem Grundrezept, zeigt die E-Mail unserer Leserin Kerstin Groth. Sie kennt die Bratstulle als „Bemme mit Loch“, schreibt sie uns. „Hier wurde vor dem Braten mittels Eierbecher ein Loch aus der Bemme gestochen.“
Nach einseitigem Braten der Bemme kam dann ein Spiegelei in dieses Loch – die Bratstulle wurde dann gebraten, bis das Ei gar war, der Dotter im Inneren aber noch halbflüssig. Groths Kommentar zu dieser Variante der Bratstulle: „Hmmmmm lecker.“
Bratstulle mit Schmelzkäse und Spiegelei
Unsere Leserin Jana Nowak verbindet mit der Bratstulle sogar Kindheitserinnerungen. „Hat mir früher mein Opi immer gemacht und ich esse es heute noch sehr gerne“, schreibt sie uns. Bei ihm ging die Bratstulle aber etwas anders: Hier wurde sie mit Schmelzkäsescheiben und einem Spiegelei zubereitet.
„Wer mag, kann das Brot noch mit Ketchup verfeinern.“ Im Westen kenne niemand diese Köstlichkeit, schreibt Nowak. „Die wissen nicht, was sie verpassen. Ich koche heute noch viele DDR-Rezepte!“

Opas Bratstulle wurde früher in Ei gebraten
Ein besonders ausführliches Rezept hat uns Leser Wolfgang Finze aus Rostock zukommen lassen. Er weist darauf hin, dass das Rezept für Bratstulle älter ist als die DDR: Er habe es von seinem Opa gelernt, der 1889 geboren wurde und auf dem Land aufwuchs. Bei ihm wurden zwei Eier aufgeschlagen und in einer Tasse verquirlt. Dann wurde Schmalz in einer Pfanne erhitzt und zwei dicke Scheiben Brot wurden darin angebraten.


