Perfekt zum Abendbrot

Opas leckere Bratstulle: Im Westen kennt keiner dieses Rezept!

Manche Rezepte wecken Kindheitserinnerungen. Wie auch unsere Anleitung für klassische Bratstulle: Uns haben dazu mehrere Nachrichten erreicht.

Author - Florian Thalmann
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Auch mit Schmelzkäse und Ketchup kann man die Bratstulle wunderbar verfeinern. Eine Leserin hat uns dieses Rezept geschkcit, das im Westen niemand kenne.
Auch mit Schmelzkäse und Ketchup kann man die Bratstulle wunderbar verfeinern. Eine Leserin hat uns dieses Rezept geschkcit, das im Westen niemand kenne.Illustration: Berliner KURIER

Die Bratstulle ist ein wirklich einfaches Gericht, das in vielen Haushalten in Deutschland regelmäßig auf den Tisch kommt – doch manchmal staunen wir in unserer Redaktion, wie viele Erinnerungen gerade ein so einfaches Rezept doch wecken kann. Erst vor ein paar Wochen veröffentlichten wir hier eine Anleitung für die Zubereitung der perfekten Bratstulle. Doch unsere Leser wissen natürlich, dass es noch besser geht! Wir haben mehrere tolle Tricks per Mail bekommen, die Omas einfache Bratstulle  auf ein ganz neues Level heben. Probieren Sie es mal aus!

Bratstulle ist ein Klassiker aus Omas Zeiten

Eigentlich gibt es nichts Einfacheres als eine klassische Bratstulle. Für das Rezept, das schon Oma liebte, braucht es nichts weiter als eine Scheibe Brot, etwas Butter und Zutaten nach Wahl. Das Brot wird in einer Pfanne einfach in der Butter angebraten und dann verfeinert.

Man kann die Bratstulle beispielsweise einfach nur mit grobem Salz bestreut servieren, mit einer einfachen Champignonpfanne anrichten oder sogar als süßes Brot mit Zucker und Zimt bestreut servieren.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das wissen auch unsere Leserinnen und Leser: Sie haben uns gleich mehrere Tricks geschickt, die die Bratstulle noch besser machen.

Wir verraten Ihnen an dieser Stelle deshalb noch einmal das Grundrezept für Ihr Abendbrot und im Anschluss die Tipps und Tricks unserer Leser. Genießen Sie doch mal wieder eine echte Bratstulle, ein Rezept, in dem ganz viel Liebe und Geborgenheit steckt!

Die klassische Bratstulle wird in Butter angebraten und dann mit grobem Meersalz verfeinert. Das ist aber nur das Grundrezept des Klassikers aus Omas Zeiten.
Die klassische Bratstulle wird in Butter angebraten und dann mit grobem Meersalz verfeinert. Das ist aber nur das Grundrezept des Klassikers aus Omas Zeiten.Illustration: Berliner KURIER

Rezept für Omas klassische Bratstulle mit Butter und Salz

Zutaten für Bratstulle:
2 Scheiben Brot
1 TL Butter
etwas Salz

Die einfache Zubereitung: Für die klassische DDR-Bratstulle wird das Brot in etwa fingerdicke Scheiben geschnitten. Anschließend etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotscheiben bei mittlerer Temperatur von beiden Seiten goldbraun anrösten. Sobald die Butter eingezogen ist und das Brot eine schön knusprige Kruste bekommen hat, die Stullen aus der Pfanne nehmen, leicht salzen und am besten noch warm servieren.

Für die Bemme mit Loch wird ein Loch in das Brot gestochen. Nach dem ersten Anbraten kommt dann ein Ei hinein und wird mit dem Brot angebraten.
Für die Bemme mit Loch wird ein Loch in das Brot gestochen. Nach dem ersten Anbraten kommt dann ein Ei hinein und wird mit dem Brot angebraten.Illustration: Berliner KURIER

Bratstulle mit Spiegelei: So geht „Bemme mit Loch“

Dass es noch etwas pfiffiger geht als in unserem Grundrezept, zeigt die E-Mail unserer Leserin Kerstin Groth. Sie kennt die Bratstulle als „Bemme mit Loch“, schreibt sie uns. „Hier wurde vor dem Braten mittels Eierbecher ein Loch aus der Bemme gestochen.“

Nach einseitigem Braten der Bemme kam dann ein Spiegelei in dieses Loch – die Bratstulle wurde dann gebraten, bis das Ei gar war, der Dotter im Inneren aber noch halbflüssig. Groths Kommentar zu dieser Variante der Bratstulle: „Hmmmmm lecker.“

Bratstulle mit Schmelzkäse und Spiegelei

Unsere Leserin Jana Nowak verbindet mit der Bratstulle sogar Kindheitserinnerungen. „Hat mir früher mein Opi immer gemacht und ich esse es heute noch sehr gerne“, schreibt sie uns. Bei ihm ging die Bratstulle aber etwas anders: Hier wurde sie mit Schmelzkäsescheiben und einem Spiegelei zubereitet.

„Wer mag, kann das Brot noch mit Ketchup verfeinern.“ Im Westen kenne niemand diese Köstlichkeit, schreibt Nowak. „Die wissen nicht, was sie verpassen. Ich koche heute noch viele DDR-Rezepte!“

Man kann die Bratstulle auch mit verquirltem Ei begießen und sie dann in der Pfanne braten. Eine besondere und leckere Abwandlung des Klassikers, die uns ein Leser geschickt hat.
Man kann die Bratstulle auch mit verquirltem Ei begießen und sie dann in der Pfanne braten. Eine besondere und leckere Abwandlung des Klassikers, die uns ein Leser geschickt hat.Illustration: Berliner KURIER

Opas Bratstulle wurde früher in Ei gebraten

Ein besonders ausführliches Rezept hat uns Leser Wolfgang Finze aus Rostock zukommen lassen. Er weist darauf hin, dass das Rezept für Bratstulle älter ist als die DDR: Er habe es von seinem Opa gelernt, der 1889 geboren wurde und auf dem Land aufwuchs. Bei ihm wurden zwei Eier aufgeschlagen und in einer Tasse verquirlt. Dann wurde Schmalz in einer Pfanne erhitzt und zwei dicke Scheiben Brot wurden darin angebraten.

„Wenn die Brotscheiben auf einer Seite angebraten sind, wenden und die angebratene Seite mit der Hälfte des Eies übergießen“, schreibt Finze. „Sind die Brotscheiben auf der anderen Seite auch angebraten, wenden und mit dem Rest des Eies begießen.“ Dann wird die Bratstulle wieder gewendet, damit das Ei auch auf dieser Seite kurz anbraten kann.

Ebenfalls eine sehr pfiffige und leckere Idee, die die Bratstulle zu etwas ganz Besonderem macht. Wenn auch sie Rezepte und Abwandlungen kennen, schicken Sie uns eine Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!