„Essen muss Spaß machen!“

Knusprig statt langweilig: Blumenkohl Kapuziner Art hat es in sich!

Blumenkohl nach Kapuziner Art: Dieses DDR-Rezept kombiniert gesundes Gemüse mit knuspriger Panade – überraschend lecker und sättigend.

Author - Florian Thalmann
Teilen
Blumenkohl Kapuziner Art: Hilft vielleicht nicht gerade auf der Waage, ist aber ein richtig leckeres Gemüsegericht für die ganze Familie!
Blumenkohl Kapuziner Art: Hilft vielleicht nicht gerade auf der Waage, ist aber ein richtig leckeres Gemüsegericht für die ganze Familie!Illustration: Berliner KURIER

In der DDR achtete man auf die Volksgesundheit – und deshalb gab es sogar spezielle Rezepte, die die Bürger dazu anspornen sollten, sich gesund zu ernähren. Eines davon haben wir in der großen KURIER-Sammlung. Und es ist immer wieder eine Freude, darin zu blättern! In „Essen mit verstand“ wurde ein breites Wissen zur gesunden Ernährung vermittelt. Doch manches Rezept will gar nicht so richtig in die Abnehm- und Gesundheitsratschläge passen. Etwa der Blumenkohl nach Kapuziner Art. Nie gehört? Wir verraten, was es mit dem Gemüsegericht auf sich hat.

Blumenkohl Kapuziner Art ist ein Genuss-Essen

Auf den ersten Blick klingt Blumenkohl nach Kapuziner Art wie ein einfaches und leckeres Gemüsegericht – doch wer damit rechnet, dass man beim Genuss dieses Blumenkohls genauso darben muss wie die gleichnamigen Mönche, der hat sich geirrt!

Blumenkohl nach Kapuzinerart ist nämlich ein echtes Genuss-Essen. Nicht nur Blumenkohl steht auf der Zutatenliste, sondern auch Fett, Zucker, Semmelbrösel und Mehl. Na, klingelt es schon? Richtig: Dieser Blumenkohl wird mit Teig ummantelt und in Fett ausgebacken!

Es handelt sich aber natürlich nicht um ein süßes Gericht – der Zucker kommt lediglich ins Kochwasser des Blumenkohls.

Der Grund: Blumenkohl enthält Schwefelverbindungen, die beim Kochen einen leicht bitteren und manchmal „kohligen“ Geschmack entwickeln. Zucker wirkt dem entgegen, weil er diese bitteren Noten etwas ausgleicht und den Geschmack insgesamt milder und angenehmer macht.

Außerdem gilt: Blumenkohl soll möglichst schön weiß bleiben. Zucker hilft dabei, die helle Farbe zu stabilisieren, sodass der Kohl weniger grau oder gelblich wird. Wieder etwas gelernt! Hier kommt nun unser Rezept für Blumenkohl Kapuziner Art.

Zutaten für Blumenkohl Kapuziner Art

Das brauchen Sie: einen kleinen Blumenkohl, Salz, Zucker, 2 Eier, 100 g Mehl, 125 ml Milch, Salz, 60 g Semmelbrösel, 80 g Fett, etwas frische Petersilie

Zubereitung: So machen sie Blumenkohl Kapuziner Art

Zuerst waschen Sie den Blumenkohl, dann teilen Sie ihn in kleine Röschen. Schneiden Sie die Stiele etwas kürzer, damit sich das Gemüse gut weiterverarbeiten lässt. Geben Sie den Blumenkohl in einen topf und übergießen Sie ihn mit siedendem Wasser. Fügen Sie etwas Salz und eine Prise Zucker hinzu und kochen Sie im Topf alles einmal auf. Dann lassen Sie den Blumenkohl im Topf für etwa zehn Minuten köcheln. Dann können Sie die Röschen aus dem Wasser nehmen und gründlich abtropfen lassen.

Der Blumenkohl Kapuziner Art wird in einen Backteig gehüllt, mit Semmelbröseln paniert und dann im Fett goldgelb gebacken.
Der Blumenkohl Kapuziner Art wird in einen Backteig gehüllt, mit Semmelbröseln paniert und dann im Fett goldgelb gebacken.Illustration: Berliner KURIER

Nun bereiten Sie den Backteig vor. Verquirlen sie dafür in einer großen Rührschüssel die Eier und geben Sie immer im Wechsel nach und nach Milch und Mehl hinzu, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Dieser wird gesalzen. Die Blumenkohlstücke tauchen Sie einmal in den Teig, anschließend wälzen Sie sie in den Semmelbröseln. Dann werden die Blumenkohlröschen in heißem Fett ausgebacken, bis sie goldbraun sind. Leben Sie sie anschließend zum Abtropfen kurz auf ein Stück Küchenpapier.

Dann kann der Blumenkohl Kapuziner Art auch schon serviert werden. Waschen Sie die Petersilie, hacken Sie sie fein und bestreuen Sie das Gemüse damit. Zum Blumenkohl eignet sich ein einfacher Dip aus Creme Fraiche, Knoblauch und frischen Kräutern, aber auch Kräuterquark passt wunderbar zu diesem (nicht ganz fettarmen) Gemüsegericht.

Bei Abnehm-Coaches dürfte das Gericht sicherlich nicht ganz oben auf dem Wunschzettel stehen. Aber das Heftchen „Essen mit Verstand“ aus der DDR weiß auch: „Das Essen soll Spaß machen!“