Monatelang hat eine Expertenkommission über die Zukunft der Rente beraten. Jetzt liegen die Vorschläge auf dem Tisch und die schwarz-rote Bundesregierung will sie so schnell wie möglich umsetzen. Zwei Ideen stehen dabei im Mittelpunkt: Ein Teil der Rentenbeiträge soll künftig in Aktien investiert werden. Gleichzeitig sollen die Deutschen länger arbeiten. Doch wie kommen diese Pläne in der Bevölkerung an?
5000 Bürger wurden zu Rentenplänen befragt
Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Web.de, für die 5000 Bürgerinnen und Bürger befragt wurden, zeigt: Beim Thema Aktien-Rente gibt es überraschend viel Zustimmung. 59 Prozent der Befragten sehen es positiv, dass künftig zwei Prozentpunkte des Rentenbeitrags am Kapitalmarkt angelegt werden sollen. Gewinne sollen dafür sorgen, dass das Rentenniveau stabil bleibt oder sogar steigt. 23 Prozent lehnen die Aktien-Pläne ab, 18 Prozent sind unentschieden.
Besonders groß ist die Zustimmung überraschend bei den über 65-Jährigen. In dieser Altersgruppe halten 67 Prozent die Kapitalmarkt-Pläne für richtig. Am skeptischsten sind dagegen die 30- bis 39-Jährigen. Doch selbst hier unterstützt mit 50 Prozent noch jeder Zweite den Vorschlag, berichtet Web.de.

Dieser Reformplan spaltet Deutschland
Deutlich kontroverser wird dagegen über das Renteneintrittsalter diskutiert. Die Kommission empfiehlt, den Ruhestand schrittweise nach hinten zu verschieben. Statt wie bisher mit 67 Jahren soll der Renteneintritt künftig an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Konkret würde das bedeuten: 2041 läge das Renteneintrittsalter bei 67,5 Jahren, 2051 schließlich bei 68 Jahren.
Mit diesem Vorschlag tut sich die Bevölkerung deutlich schwerer. Nur 39 Prozent bewerten ihn positiv, 45 Prozent lehnen ihn ab. Weitere 16 Prozent haben sich noch keine Meinung gebildet.


