Tödlicher Unfall

Tragödie an der Krummen Lanke: 17-Jähriger ertrinkt vor seinen Mitschülern

Ein Teenager ist mitten im Badehochbetrieb in der Krummen Lanke ertrunken. Die Berliner Feuerwehr nimmt den furchtbaren Vorfall zum Anlass, zur Vorsicht zu mahnen.

Author - Sharone Treskow
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Eine Badestelle an der Krummen Lanke in Zehlendorf. In dem See ist am Donnerstag ein Teenager ertrunken. (Symbolfoto)
Eine Badestelle an der Krummen Lanke in Zehlendorf. In dem See ist am Donnerstag ein Teenager ertrunken. (Symbolfoto)Schoening/Imago

Was als entspannter Nachmittag am Badesee begann, endete für einen 17-Jährigen und seine Klassenkameraden in einer Katastrophe. An der Krummen Lanke im Berliner Südwesten ist der Jugendliche nach einem Badeunfall gestorben.

Jugendlicher geht am Badesee unter – Zeugen ziehen ihn leblos aus dem Wasser

Am Donnerstag spielten sich an dem beliebten Badesee im Bezirk Steglitz-Zehlendorf dramatische Szenen ab. Laut einem Polizeisprecher war der 17-Jährige am Mittag über einen längeren Zeitraum unter Wasser, bevor er leblos an der Oberfläche auftauchte. Umstehende Zeugen zogen ihn sofort aus dem See.

Die alarmierte Feuerwehr fand den Jugendlichen ohne jedes Lebenszeichen und begann unverzüglich mit der Reanimation. Unter laufenden Wiederbelebungsmaßnahmen wurde er in eine Berliner Klinik transportiert – doch dort gab es keine Hoffnung mehr. Der 17-Jährige ist gestorben.

Mitschüler unter Schock – Polizei ermittelt zum Unfallhergang

Nach dem Unglück brachte ein Feuerwehrbus die erschütterten 15 Mitschüler zurück in ihre Schule, wo sie psychosozial betreut wurden. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zum genauen Hergang auf, geht aber nach ersten Erkenntnissen von einem tragischen Badeunfall aus – ohne Hinweise auf Fremdverschulden.

Feuerwehr mahnt zur Vorsicht: Diese Baderegeln können Leben retten

Die Berliner Feuerwehr nimmt den tragischen Vorfall zum Anlass, eindringlich auf grundlegende Sicherheitsregeln beim Baden hinzuweisen. Nur ausgewiesene und zugelassene Badestellen sollten genutzt werden – das Springen in unbekannte Gewässer ist lebensgefährlich, da verborgene Untiefen, Strömungen oder Hindernisse unter Wasser lauern können.

Den Anweisungen der eventuell anwesenden Rettungsschwimmer ist stets und ohne Zögern Folge zu leisten. Außerdem empfiehlt die Feuerwehr, ausreichend Sonnencreme aufzutragen, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden und genug alkoholfrei zu trinken – denn wer dehydriert oder überhitzt ins Wasser geht, riskiert Krämpfe und Kreislaufprobleme.

Eine Badestelle an der Krummen Lanke (Symbolfoto). Direkt nach einer großen Mahlzeit sollte man nicht schwimmen gehen, mahnt die Berliner Feuerwehr.
Eine Badestelle an der Krummen Lanke (Symbolfoto). Direkt nach einer großen Mahlzeit sollte man nicht schwimmen gehen, mahnt die Berliner Feuerwehr.Schoening/Imago

Ebenso wichtig: Niemals unmittelbar nach dem Essen ins Wasser gehen. Nach einer Mahlzeit fließt ein Großteil des Blutes in den Magen-Darm-Trakt, um die Verdauung zu unterstützen. Die Muskulatur – und damit auch die Arme und Beine, die beim Schwimmen gebraucht werden – wird in dieser Phase schlechter durchblutet und ermüdet deutlich schneller.

Hinzu kommt das Risiko von schmerzhaften Muskelkrämpfen, die im Wasser schnell zur Gefahr werden. Experten empfehlen, nach einer größeren Mahlzeit mindestens eine bis zwei Stunden zu warten, bevor man ins Wasser steigt. Wer sich trotzdem nicht beherrschen kann, sollte zumindest auf anstrengendes Schwimmen verzichten und nur im flachen Wasser plantschen.