Laut einer Untersuchung isst jeder Deutsche pro Jahr 16,3 Kilogramm Bananen. imago stock&people

Laut einer Untersuchung isst jeder Deutsche pro Jahr 16,3 Kilogramm Bananen. Und es spricht viel dafür, täglich eine Banane zu essen. Nicht nur dem Körper tut das Power-Obst gut, sondern auch dem Geist.

Bananen helfen gegen Bauchschmerzen und Bluthochdruck

Bananen helfen dabei, dass die Verdauung funktioniert. Das liegt vor allem an ihrem Magnesium- und Kaliumgehalt. Kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen oder Datteln können helfen, den Blutdruck zu senken, erklärt Prof. Felix Mahfoud, Kardiologe am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Bananen enthalten auch das Vitamin B6.

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Außerdem können Bananen gegen Bauchschmerzen helfen. Das liegt daran, weil sie viel Stärke enthalten. Das Bananenfruchtfleisch legt sich wie eine Schutzfolie um die irritierte Magenschleimhaut. Und entspannt so den Verdauungstrakt.

Nicht nur dem Körper tut das Power-Obst gut, sondern auch dem Geist. dpa/Arno Burgi

Bananen machen gute Laune

Besonders in den dunklen Wintermonaten benötigen viele Menschen mehr Glückshormone als im restlichen Jahr. Diese Hormone holen sich viele von ihnen durch das Essen von Schokolade. Denn durch den Abbau der Aminosäure Tryptophan wird das Glückshormon produziert. „Dabei gibt es auch andere, gesündere Wege, sich das Glückshormon Serotonin im Winter zu holen. Falls man weiterhin auf Nahrung setzen möchte, kann der Verzehr von Bananen einen ähnlichen Effekt hervorrufen, denn auch diese enthalten die Aminosäure Tryptophan. Ebenso können bereits 30 Minuten an der frischen Luft die Stimmung aufhellen und auch den Stoffwechsel anregen“, erklärt Debora Groneberg, staatlich anerkannte Ernährungsberaterin.

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Bananen spenden schnell Energie

Die Kombination aus Fruchtzucker und Ballaststoffen führt dem Körper schnell verfügbare Energie zu. Für einen kurzen Energiekick bei der Arbeit oder beim Sport essen viele Menschen eine Banane. Dabei gilt: Je reifer diese ist, desto besser. „Reife Bananen enthalten mehr reinen Zucker“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Dieser geht schneller ins Blut und liefert rasch Energie. Bei reifen Bananen ist das Fruchtfleisch weicher und die Bananenschale eher dunkelgelb.

Sind Bananen weniger gereift, sind sie stärkehaltiger, erklärt Gahl. Denn die Stärke wird erst mit zunehmender Reife abgebaut. Sie enthalten mehr komplexe Kohlenhydrate und weniger reinen Zucker. Damit liefern weniger reife Bananen tendenziell langsamer, dafür aber über einen längeren Zeitraum Energie als reife Bananen.

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Bananen sind gut für die CO2-Bilanz

Bananen bringen ihre Verpackung weitgehend selbst mit. imago stock&people

„Bananen sind überhaupt nicht schlimm. Bananen sind für alle, die sich um ihren CO2-Fußabdruck bemühen, ein großartiges Lebensmittel“, schreibt der britische Experte Mike Berners-Lee in seinem Buch „Wie schlimm sind Bananen?“. Drei Gründe gebe es dafür: den Anbau unter natürlichem Sonnenlicht, nicht im Gewächshaus. Lange Haltbarkeit mit Transport per Schiff, nicht dem Flugzeug. Und dass sie ihre Verpackung weitgehend selbst mitbringen.

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So bleiben Bananen länger frisch

Bananen bevorzugen hingegen einen hellen, wärmeren Platz zur Aufbewahrung. Eine hängende Lagerung ist optimal, um braunen Stellen vorzubeugen, dann hält die gelbe Frucht eine Woche durch.

Nach dem Schälen von Bananen unbedingt Hände waschen

Nach dem Schälen von Bananen sollten sich Verbraucher unbedingt die Hände gewaschen, rät die Verbraucherzentrale Bayern. Vor allem Kindern gibt man besser gleich direkt die geschälten Früchte in die Hand. Hintergrund sei, dass auf und in der Schale immer wieder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen werden. Auch nach der Ernte würden Bananen weiterbehandelt, etwa mit Anti-Schimmel-Mitteln. Die sogenannten Fungizide sollen verhindern, dass die Früchte auf dem Transport frühzeitig verfaulen. Besonders betroffen seien Bananen aus konventionellem Anbau. Die Verbraucherschützer können aber auch beruhigen: Unter der Bananenschale finden sich wenige oder gar keine Pestizide.