Er kam aus dem Nichts, war so groß wie ein Bus und schwamm auf weniger als einen Kilometer heran. Wie die Zeitung „L'Independant“ berichtet, haben Fischer vor der südfranzösischen Küste bei Port-La Nouvelle am Samstag einen Riesenhai entdeckt und die Begegnung aus nächster Nähe gefilmt.
Warum der Riesenhai gerade jetzt auftaucht
Zur Beruhigung: Gefährlich ist der Riesenhai für Menschen nicht. Die Tiere haben keine funktionierenden Zähne und ernähren sich ausschließlich von Plankton, das sie beim Schwimmen durchs Wasser filtern. Trotzdem ist die Begegnung mit einem solchen Koloss auf offener See ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Dass der Hai gerade jetzt gesichtet wurde, ist kein Zufall. Im Frühling steigt die Planktonmenge im Mittelmeer stark an, was die Tiere näher an die Oberfläche und an die Küste lockt. Experten zufolge sind Sichtungen in dieser Jahreszeit keine Seltenheit.
Erst wenige Tage zuvor hatte ein Riesenhai ein Ausflugsboot mit deutschen Touristen vor der kroatischen Küste überrascht. Die Gruppe war eigentlich auf Delfinbeobachtung, als das riesige Tier plötzlich auftauchte.

Der Riesenhai ist laut WWF nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Welt. Er kann täglich mehrere tausend Liter Wasser filtern, um genügend Nahrung aufzunehmen, und taucht im Winter meist in tiefere Gewässer ab. Sein Verhalten ist bis heute nicht vollständig erforscht.
Riesenhai: Sanfter Riese in großer Gefahr
Riesenhaie sind weltweit in kühl gemäßigten bis tropischen Gewässern zu finden, von den britischen Küsten über das Mittelmeer bis zum Pazifik. Doch trotz ihrer Größe sind sie selten geworden. Die Hauptbedrohung ist die kommerzielle Fischerei: Riesenhaie geraten als Beifang in Netze, ihre Flossen sind in Asien begehrt. Für eine einzige Brustflosse werden bis zu 45.000 Euro gezahlt.


