Riesenhai im Urlaubsparadies

Zweitgrößter Hai der Welt an der Adria gesichtet

Der Riesenhai ist so groß wie selten. Ein Exemplar des  Riesen der Meere wurde nun an der Küste der kroatischen Adria beim Fressen gesichtet.

Author - Jana Hollstein
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Mit offenem Mund sieht der Riesenhai ganz schön gefährlich aus. Doch keine Sorge, er frisst nur Plankton (Symbolbild).
Mit offenem Mund sieht der Riesenhai ganz schön gefährlich aus. Doch keine Sorge, er frisst nur Plankton (Symbolbild).robertharding/imago

Plötzlich taucht vor Kroatiens Küste ein Schatten auf, so groß wie ein Bus und sorgt für Schnappatmung: ein Riesenhai. Die Tiere werden bis zu zehn Meter lang und gehören nicht nur zu den größten, sondern auch zu den seltensten Haien der Welt.

Sichtung eines Riesenhais bei kroatischer Insel

Augenzeugen berichten von einem unheimlichen Besucher vor der kroatischen Adriaküste. Laut dem Portal „Croatia Week“, das sich auf das „Blue World Institut“ bezieht, könnte es sich tatsächlich um einen Riesenhai (Cetorhinus maximus) handeln, die zweitgrößte Haiart unseres Planeten.

Zwar sind die Videoaufnahmen eher wackelig und unscharf, doch Experten glauben, die markante, hoch aufragende Rückenflosse verrate ihn eindeutig. Gesichtet wurde der Koloss nahe der Insel Cres, offenbar zieht er derzeit durch die nördliche Adria rund um den Kvarner-Golf.

Die kroatische Insel Cres ist ein Urlaubsparadies
Die kroatische Insel Cres ist ein UrlaubsparadiesZoonar/imago

So spektakulär der Gigant wirkt, gefährlich ist er nicht. Riesenhaie tauchen zwar nur selten vor Kroatiens Küste auf, doch ausgeschlossen ist ihr Besuch keineswegs. Denn dort finden sie ihr Lieblingsbuffet: Der Kvarner-Golf gilt als echtes Plankton-Paradies. Und genau davon lebt der Riesenhai.

Riesenhai gilt als ungefährlich und weltweit gefährdet

Gefährliche Begegnungen mit diesem Meeresriesen sind weltweit absolute Ausnahmen. Laut dem International Shark Attack File gab es 2025 insgesamt 65 bestätigte Haiangriffe auf Menschen – der Riesenhai taucht in dieser Statistik gar nicht erst auf. Er gilt als friedlicher Filtrierer, der sich schlicht nicht für Menschen interessiert. Ernähren tut er sich, genauso wie der Walhai und der Megamundhai, ausschließlich von Plankton. Das ist auch der Grund, weshalb der Riesenhai so gerne mit offenem Mund durch planktonreiches Gewässer schwimmt.

Im Gegenteil wird der Riesenhai vom Shark Research Institute als weltweit „gefährdet“ eingestuft. Früher wurde er stark bejagt, seine Bestände brachen dramatisch ein. Deshalb gilt jede Sichtung heute als kleine Sensation für Forscher.

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