Für viele Fans ist es nun traurige Gewissheit: Buckelwal Timmy ist tot. Bei dem Tier, das vor der dänischen Insel Anholt entdeckt wurde, handelt es sich nach Angaben der Behörden um genau jenen Wal, der zuvor für eine der emotionalsten Rettungsaktionen der vergangenen Jahre gesorgt hatte. Identifiziert wurde er über einen Tracker, der noch an seiner Rückenflosse befestigt war.
Timmy wurde vor Skagen in die Freiheit entlassen
Wochenlang hatten Helfer alles versucht, um den geschwächten Buckelwal aus der Ostsee zurück in die Nordsee zu bringen. Die Aktion bewegte Menschen weit über die Region hinaus. Am 2. Mai schien die Rettung schließlich geglückt: Rund 70 Kilometer vor Skagen wurde Timmy in die Freiheit entlassen. Hoffnung machte sich breit, dass das Tier überleben könnte.

Doch schon kurz nach der Freilassung wurde es still um den Wal. Der angebrachte Sender, der regelmäßig Signale übermitteln sollte, sendete zunächst unklare Daten – dann gar nichts mehr. Experten wurden zunehmend skeptisch. Dass Timmy die Strapazen seines langen Aufenthalts in der flachen Ostsee überstanden haben könnte, galt als fraglich. Der Wal war zum Zeitpunkt seiner Freilassung bereits stark geschwächt.
Wale sind auf regelmäßiges Auftauchen angewiesen, um zu atmen – genau in diesen Momenten hätte der Sender eigentlich Signale liefern müssen. Doch seit Tagen blieb jedes Lebenszeichen aus. Für viele Fachleute war das bereits ein alarmierendes Indiz.
Nun herrscht Klarheit: Vor Anholt, etwa 75 Meter vor der Küste im Kattegat, wurde der Kadaver gefunden. Nach Einschätzung der dänischen Behörden liegt das Tier dort bereits seit längerer Zeit. Dass es sich um Timmy handelt, bestätigten Umweltbehörden aus Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern übereinstimmend.




