In der kommenden Woche könnte es in Deutschland stürmisch werden. dpa/Frank Rumpenhorst, wetter.net

Wann wird’s mal wieder richtig Winter? Bei den frühlingshaften Temperaturen, die momentan auch hierzulande herrschen, fragen sich das viele. Vor genau einem Jahr versank Deutschland im Schnee, wurde sogar in Berlin gerodelt, was das Zeug hält. Doch jetzt: Von Flöckchen keine Spur, während in anderen Regionen Bibber-Alarm herrscht. Langweilig soll es trotzdem nicht werden – es kündigen sich Stürme an!

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Wetter im Februar: Jetzt soll es richtig stürmisch werden!

„Der Winter ist nicht weg, er ist nur woanders“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinem aktuellen Wetterbericht. „Es gab Schnee in Athen, es gab Schnee in Istanbul, es gab einen deftigen Wintereinbruch in Jerusalem, es gab Schneefälle in Jordanien. Und jetzt gab es einen heftigen Wintereinbruch im Norden Japans.“ In den vergangenen 24 Stunden seien dort mehr als 1,30 Meter Neuschnee gefallen.

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Und wo bleibt der Winter bei uns? Er lässt sich nicht blicken! Vor einem Jahr versank Deutschland im Schnee, Tiefsttemperaturen von minus 26 Grad in Thüringen ließen uns bibbern. „Und morgen früh messen wir am gleichen Ort in Thüringen keine minus 26 Grad, sondern plus 5 Grad“, sagt Jung. „Also 31 Grad Unterschied – das ist wirklich eine große Wetteränderung im Vergleich zum Vorjahr.“

Auch bis Ende Februar soll sich kaum noch etwas tun. Zwar komme über die kommenden Tage eine Kaltfront, aber eben nur eine sehr schwache. „Danach wird es milder werden. Das Temperaturmittel liegt bei fünf, sechs, sieben Grad, einzelne Ausreißer bei 13, 14 Grad.“ Doch es wird nur wenige Ausreißer nach unten geben, in den frostigen Bereich. Hinzu kommt Niederschlag – „aber was da bei uns vom Himmel kommt, ist bei diesen Temperaturen meist nur der Regen.“

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Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Doch in Deutschland wird das Wetter trotzdem nicht langweilig: Einzelne Wettermodelle berechnen laut Jung mehrere Sturmtiefs, die über uns hinwegziehen oder uns zumindest streifen sollten – „es wird scheinbar gefährlich“. Schon am Montag könne es Böen mit 80 bis 90 Kilometern pro Stunde geben. Und stürmisch geht es danach weiter: Am Donnerstag kündigen sich Stürme mit über 100 Kilometern pro Stunde an, „also hier wirklich volle Orkanstärke“ .

Wettermodell berechnet Hurrikan-Böen! Kommt der Sturm zu uns?

Und es kommt noch irrer: „Bei uns gibt’s nächste Woche wahrscheinlich die ganz große Sturmserie. Ich bin ja fast erschrocken, als ich vorhin die Spitzenböen gesehen habe vom europäischen Wettermodell für nächste Woche Mittwoch“, sagt Jung. „Das sind Hurrikan-Geschwindigkeiten, die sich für Westeuropa andeuten.“

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Bei den britischen Inseln wurden Spitzengeschwindigkeit von 200 bis 217 Kilometern pro Stunde berechnet! „Das ist wirklich sehr hoch, das ist außergewöhnlich“, sagt Jung. „Das sind Böen, die sieht man auf der Wetterkarte nicht allzu oft.“ Viel Power sei vorhanden für eine ausgeprägte Sturmserie – wie viel davon bei uns ankommt, wird sich zeigen.