An der Ostsee (hier Warnemünde) war es auch die letzten tage stürmisch. dpa/Jens Büttner

Das Winterwetter fährt weiter Achterbahn: Nach einem Durchatmen am Samstag erwarten uns am Sonntag wieder heftige Stürme in Deutschland. Anschließend können wir kommende Woche dann mit Höchsttemperaturen von 14 bis 15 Grad in der Spitze rechnen, sagt Dominik Jung von wetter.net. Wetter verrückt!

Nachdem es am Sonnabend nur an der Nordsee noch stürmisch war, erreichten uns in der Nacht zum Sonntag von Nordwesten kommend neue Tiefausläufer. Das Tief „Roxana“ macht sich bei uns bereit und will für ordentlich Furore sorgen.

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Dieser Hund trotzt dem Sturm. imago/Paul Marriott

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Dauerregen, Schnee, Graupelgewitter

Ein kräftiger Sturm wird dann vor allem im Westen, in der Mitte und im Süden Deutschlands toben. Böen zwischen 90 und 100 km/h sind dabei möglich, sagt Jung. Westlich der Mittelgebirge kommt es zu Dauerregen, oberhalb von 500 Metern sind kräftige Schneefälle wahrscheinlich.

Eine weitere Warnung gilt für den Westen Deutschlands: Vor allem in der Eifel und dem Westerwald können am Sonntag innerhalb von 24 Stunden bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Nur der Nordosten mit Berlin und Brandenburg bleibt vom Sturm wohl einigermaßen verschont. Tagsüber wird es hier zwar regnerisch und windig. Aber nur südlich der Hauptstadt ist mit stürmischen Böen zu rechnen.

„Am Nachmittag gibt es dann im Norden aber auch noch Graupelgewitter. Bei diesem Wetter will kein Hund vor die Tür“, sagt Marcel Schmid von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Es gibt aber Hoffnung, dass die stürmischen Zeiten für diesen Winter damit erst einmal zu Ende gehen. Laut Dominik Jung sagen die Wettermodelle ein Abflachen des Windes für den restlichen Februar voraus.

Sturmschaden: In Kierspe (NRW) ist am Freitagabend ein Zug mit einem Baum kollidiert. Imago/Markus Klümper

Sturm in NRW: Zug kollidiert mit Baum

Am Freitagabend war bereits eine Sturmfront über Deutschland gezogen. Sie dauerte örtlich nur eine gute halbe Stunde, richtetet aber einige Schäden an. In Kierspe (NRW) etwa kollidierte ein Zug mit einem Baum, der durch Orkanböen auf die Schienen geweht wurde.

Die Fahrgäste mussten mithilfe der Feuerwehr evakuiert werden. Glücklicherweise konnte der Zug noch problemlos einige hundert Meter zu einem nahegelegenen Bahnübergang rollen, wo für die unverletzten Passagiere ein Schienenersatzbus bereit stand.

Meteorologen sprechen von „Alarmstufe Rot“

Probleme bei der Deutschen Bahn, befürchtet Dominik Jung auch für den Sonntag. Gegen 17 Uhr ist mit der Spitze des Sturms zu rechnen. 90 km/h Windgeschwindigkeit in den tiefen Lagen, 100 bis 110 km/h in der Höhe seien möglich. Mehrere Meteorologen sprechen von einer „Alarmstufe Rot“.

Und das total verrückte Wetter geht weiter. Schon für den restlichen Februar sind viel zu milde Temperaturen angesagt. Im März soll es dann noch heftiger werden. US-Wettermodelle sagen Frühsommerwetter und Trockenheit voraus! Wir dürfen gespannt sein.