Nur wenige Monate nach dem international beachteten Fall des Buckelwals „Timmy“ sorgt erneut ein Wal in Wismar für Aufsehen. Der Meeressäuger wurde am Montagmorgen im Hafen der Hansestadt gesichtet. Noch ist unklar, um welche Art es sich handelt und ob das Tier bereits zuvor an der Ostseeküste beobachtet wurde.
Wal in Wismar wird gegen 9 Uhr gemeldet
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums wurde der Wal durch das Hafenamt Wismar gemeldet. „Das Tier wurde der Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar gegen 9 Uhr durch das Hafenamt Wismar gemeldet und wird seitdem beobachtet“, teilte das Ministerium mit. Um welche Walart es sich handelt, könne derzeit noch nicht abschließend gesagt werden. „Nach ersten Beobachtungen ist der Wal etwa acht Meter lang.“
Möglicher Zusammenhang mit jüngsten Walsichtungen
Die Sichtung kommt nicht überraschend. Bereits Mitte Juli war vor der schleswig-holsteinischen Küste, unter anderem bei Heiligenhafen, ein großer Wal beobachtet worden. Zudem bestätigte das schleswig-holsteinische Umweltministerium erst am vergangenen Freitag die Sichtung eines Buckelwals in der Flensburger Förde.
Nach Behördenangaben handelte es sich dabei vermutlich um ein Tier, das zuvor bereits in Schottland, Dänemark und in der Kieler Förde gesehen worden war. Ob dieses Tier nun auch in Wismar unterwegs ist, bleibt allerdings offen.
Experten können das Tier nicht eindeutig zuordnen
Auch Experten können bislang keine eindeutige Zuordnung vornehmen. „Ob es sich bei dem nun in Wismar gesichteten Wal um ein schon zuvor gesichtetes Tier handelt, könne man bislang nicht sagen“, erklärte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums. Das Museum beobachte die Entwicklung und stehe in engem Austausch mit den beteiligten Stellen. Eigene Mitarbeiter sollten zunächst nicht nach Wismar entsandt werden.
Ob es sich bei dem nun in Wismar gesichteten Wal um ein schon zuvor gesichtetes Tier handelt, könne man bislang nicht sagen.
Nach bisherigen Erkenntnissen scheint sich der Wal in einem guten Zustand zu befinden. „Er taucht regelmäßig auf und wieder ab“, teilte das Umweltministerium mit. Die Wasserschutzpolizei überwacht die Situation vor Ort. „Ziel aller Maßnahmen ist es, dem Tier einen störungsarmen Rückweg in tiefere Gewässer zu ermöglichen und eine Strandung oder andere Gefährdungen des Tieres zu verhindern“, so das Ministerium. Wassersportler und Sportbootführer wurden aufgefordert, Abstand zu halten und jeden Kontakt mit dem Meeressäuger zu vermeiden.

Der Schatten von „Timmy“
Die erneute Sichtung weckt Erinnerungen an den Buckelwal „Timmy“, der Anfang März erstmals im Hafen von Wismar auftauchte. Der etwa zehn Meter lange Großwal sorgte in den folgenden Wochen bundesweit und international für Schlagzeilen. Mehrfach strandete das Tier, unter anderem vor Timmendorfer Strand und später vor der Insel Poel.




